Elon Musk, Leiter der US-Behörde Department of Government Efficiency (DOGE), hat angekündigt, dass durch die Bekämpfung von „Verschwendung und Betrug“ im Staatshaushalt 150 Milliarden US-Dollar eingespart werden sollen – weit weniger als die ursprünglich versprochenen 1 bis 2 Billionen Dollar.
Diese neue Zahl gab Musk bei einer Kabinettssitzung mit Präsident Trump am 10. April bekannt. In der Vergangenheit hatte er wesentlich höhere Einsparziele genannt – zuletzt im März sprach er noch von 1 Billion Dollar bis Ende Mai.
Unklar ist, ob Musk sich bei der Angabe versprochen hat oder ob die 150 Milliarden die bisher identifizierten Einsparpotenziale darstellen. Die Website von DOGE listet derzeit diese Summe als vorläufige Ersparnis. Allerdings gibt es Zweifel an der Glaubwürdigkeit dieser Zahlen: Einige angebliche Einsparungen basieren auf Maximalwerten von Verträgen, die gar nicht vollständig ausgezahlt wurden.
Trotz Kritik lobte Trump Musk öffentlich: „Ich brauche Elon für nichts – außer, dass ich ihn mag. Aber dieser Kerl hat fantastische Arbeit geleistet.“
Musk ist momentan als „Special Government Employee“ im Weißen Haus tätig, was zeitlich begrenzt ist (maximal 130 Tage pro Jahr). Seine Rolle könnte also bald enden, es sei denn, sein Status wird geändert.
Zusätzlich hat Musk öffentlich Trumps Handelspolitik kritisiert und den obersten Handelsberater Peter Navarro als „Idioten“ bezeichnet. Das wirft Fragen zu Musks politischer Zukunft im Trump-Team auf – besonders, da viele Wähler ihm kritisch gegenüberstehen.
DOGE wurde durch eine Direktive von Trump ins Leben gerufen und soll offiziell am 4. Juli 2026 (250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit) enden – es sei denn, das Programm wird verlängert.