Mehrere der einflussreichsten Tech-CEOs haben Präsident Donald Trump mit großzügigen Spenden und öffentlichem Schulterschluss unterstützt. Doch nur drei Monate nach Beginn seiner Amtszeit zahlen sie nun den Preis: Ihre Unternehmen verloren zusammen rund 1,8 Billionen US-Dollar an Börsenwert – trotz eines kurzfristigen Marktaufschwungs nach Trumps Zoll-Pause.
Große Namen, tiefe Verluste
Von Meta bis Apple, von Tesla bis Google: Die Giganten des Silicon Valley hatten sich Hoffnungen auf politische Vorteile gemacht – weniger Regulierung, weniger Kartellverfahren, größere US-Investitionen in Künstliche Intelligenz. Doch Trumps aggressive Zollpolitik, insbesondere gegenüber Asien, trifft genau die global verzweigten Lieferketten der Tech-Industrie.
Tarife auf chinesische Importe steigen weiter auf 125 %, während andere Strafzölle bestehen bleiben. Analysten warnen vor einem Rückgang der Tech-Gewinne um bis zu 25 % – ein harter Rückschlag nach Jahren des stabilen Wachstums.
Elon Musk: Der teuerste Trump-Fan
Elon Musk, der über 290 Millionen Dollar für Trumps Wiederwahl gespendet haben soll, ist laut Bloomberg Billionaires Index der größte Verlierer: Sein Nettovermögen fiel seit Jahresbeginn um 143 Milliarden Dollar, vor allem wegen des dramatischen Kursverfalls von Tesla (-28 %). Die Marktkapitalisierung des Unternehmens schrumpfte um über 376 Milliarden Dollar.
Auch andere Tech-Größen verlieren
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Mark Zuckerberg (Meta): Verlust von 26,5 Mrd. USD, Meta-Aktie -2,25 %
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Jeff Bezos (Amazon): Verlust von 47,2 Mrd. USD, Aktie -13 %
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Sundar Pichai (Google): Aktie -16,2 %, Verlust von 386,7 Mrd. USD an Marktwert
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Tim Cook (Apple): Aktie -18,5 %, Börsenwert um 684 Mrd. USD gesunken
Politik zahlt sich (nicht) aus
Viele Tech-Chefs hatten Trump nach seinem Wahlsieg öffentlich gratuliert, ihm politische Erfolge zugeschrieben und sogar Investitionen medial inszeniert, die teilweise bereits vorher geplant waren. Doch diese Strategie geht nun nicht auf – auch, weil die wirtschaftliche Unsicherheit wächst.
Analyst Dan Ives (Wedbush Securities) nennt Trumps Zollpolitik ein
„Armageddon für den Technologiesektor – das schwierigste Umfeld in 25 Jahren.“
Moody’s fasst es noch nüchterner zusammen:
„Kein Technologiesektor wird verschont bleiben.“
Fazit: Nähe zur Macht schützt nicht vor Marktlogik
Trumps Politik verunsichert nicht nur globale Märkte – sie stellt auch die Allianz zwischen Big Tech und Big Politics auf den Prüfstand. Die Verluste zeigen, dass politische Nähe kein Garant für ökonomischen Nutzen ist – und dass Investoren, so riskikofreudig sie auch sind, am Ende von Stabilität und Vorhersehbarkeit leben.