Die Windpark Kooperation Nr. 5 Beteiligungs GmbH mit Sitz in Bremen hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer Bilanzsumme von 19.779 Euro abgeschlossen. Ende 2024 waren es 11.015 Euro.
Damit ist die Gesellschaft bilanziell zwar um knapp 80 Prozent gewachsen. Die absoluten Beträge zeigen jedoch, dass es sich weiterhin um eine sehr kleine Beteiligungsgesellschaft handelt.
Das Unternehmen wurde erst 2024 gegründet. Der Vorjahresabschluss umfasst lediglich den Zeitraum vom 9. Juli bis 31. Dezember 2024. Darauf weist die Gesellschaft ausdrücklich hin: Ein direkter Vergleich der beiden Geschäftsjahre ist deshalb nur bedingt möglich.
Finanzanlagen steigen auf 9.000 Euro
Das Anlagevermögen besteht vollständig aus Finanzanlagen. Ihr Buchwert erhöhte sich von 5.000 Euro auf 9.000 Euro.
Nach Angaben im Anhang handelt es sich dabei um Anteile an verbundenen Unternehmen, die grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet werden.
Der Anstieg um 4.000 Euro deutet somit auf einen Ausbau der Beteiligungspositionen hin. Welche konkreten Gesellschaften dahinterstehen und welche Windparkprojekte damit verbunden sind, geht aus dem veröffentlichten Abschluss allerdings nicht hervor.
Auch Angaben zu Erträgen aus diesen Beteiligungen enthält der vorliegende Abschluss nicht.
Bankguthaben wächst deutlich
Neben den Beteiligungen verfügt die Gesellschaft ausschließlich über liquide Mittel im Umlaufvermögen.
Das Bankguthaben stieg von 6.015 Euro auf 10.779 Euro. Forderungen oder andere Vermögensgegenstände werden nicht ausgewiesen.
Damit setzt sich die Aktivseite Ende 2025 im Wesentlichen aus zwei Positionen zusammen: 9.000 Euro Finanzanlagen und knapp 10.800 Euro Liquidität.
Eigenkapital steigt auf 18.301 Euro
Auf der Passivseite fällt zunächst die deutliche Erhöhung des Eigenkapitals auf.
Dieses stieg von 9.930 Euro auf 18.301 Euro. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass das gezeichnete Kapital inzwischen vollständig eingefordert wurde.
Ende 2024 betrug das gezeichnete Kapital zwar bereits 25.000 Euro, davon waren aber noch 12.500 Euro als nicht eingeforderte ausstehende Einlagen abzusetzen.
Ende 2025 bestehen solche ausstehenden Einlagen nicht mehr. Das eingeforderte Kapital beträgt somit die vollen 25.000 Euro.
Das stärkt die Kapitalausstattung der jungen Gesellschaft erheblich.
Verluste summieren sich auf knapp 6.700 Euro
Dem Kapital stehen allerdings bereits aufgelaufene Verluste gegenüber.
Aus dem Rumpfgeschäftsjahr 2024 wurde ein Verlust von 2.569,51 Euro vorgetragen. Im Geschäftsjahr 2025 kam ein weiterer Jahresfehlbetrag von 4.129,60 Euro hinzu.
Damit summieren sich Verlustvortrag und aktueller Jahresfehlbetrag auf rund 6.699 Euro.
Das entspricht rechnerisch gut einem Viertel des gezeichneten Kapitals von 25.000 Euro.
Der Verlust des Jahres 2025 fällt zudem absolut höher aus als der Fehlbetrag des Vorjahres. Ein einfacher prozentualer Jahresvergleich wäre allerdings irreführend, da 2024 nur ein knapp sechsmonatiges Rumpfgeschäftsjahr war.
Noch keine profitable Beteiligungsstruktur erkennbar
Bemerkenswert ist, dass die Beteiligungsgesellschaft trotz des Ausbaus ihrer Finanzanlagen bislang Verluste ausweist.
Aus dem veröffentlichten Jahresabschluss lässt sich allerdings nicht erkennen, wodurch der Fehlbetrag im Einzelnen verursacht wurde. Eine Gewinn- und Verlustrechnung mit entsprechenden Aufwands- und Ertragspositionen ist in den vorliegenden Angaben nicht enthalten.
Deshalb lässt sich insbesondere nicht beurteilen, ob bereits Beteiligungserträge erzielt wurden oder wann mit solchen Erträgen gerechnet wird.
Bei einer jungen Beteiligungsgesellschaft können Verluste in der Aufbauphase beispielsweise aus Verwaltungs-, Beratungs- und Gründungskosten entstehen. Der vorliegende Abschluss selbst liefert aber keine ausreichenden Informationen, um den Jahresfehlbetrag bestimmten Kostenarten zuzuordnen.
Kaum Fremdkapital
Ein positiver Aspekt der Bilanz ist die praktisch nicht vorhandene Verschuldung.
Verbindlichkeiten werden zum Jahresende 2025 überhaupt nicht ausgewiesen. Die Passivseite besteht neben dem Eigenkapital lediglich aus Rückstellungen von 1.478,50 Euro.
Im Vorjahr hatten die Rückstellungen bei 1.084,75 Euro gelegen.
Damit beträgt die rechnerische Eigenkapitalquote rund 92,5 Prozent.
Das ist außerordentlich hoch und erklärt sich vor allem daraus, dass die Gesellschaft ihre bislang überschaubaren Aktivitäten nahezu vollständig mit Eigenkapital finanziert.
Teil des wpd-Konzerns
Die Windpark Kooperation Nr. 5 Beteiligungs GmbH gehört zum Konzern der wpd GmbH mit Sitz in Bremen.
Nach Angaben im Anhang wird die Gesellschaft in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der wpd GmbH wird im Unternehmensregister offengelegt.
Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft waren im Geschäftsjahr 2025 Dr. Gernot Blanke und Björn Nullmeyer.
Der Jahresabschluss wurde am 27. März 2026 festgestellt.
Was der Abschluss über die Gesellschaft verrät
Der Jahresabschluss zeigt vor allem eine noch sehr junge Gesellschaft im Aufbau.
Das vollständig eingezahlte Stammkapital und das Fehlen von Verbindlichkeiten sorgen für eine solide bilanzielle Ausgangslage. Gleichzeitig wurden die Beteiligungen von 5.000 auf 9.000 Euro erhöht, was auf den weiteren Aufbau der vorgesehenen Beteiligungsstruktur hindeutet.
Noch fehlt allerdings die Ertragsseite: Nach dem Verlust von rund 2.570 Euro im Rumpfgeschäftsjahr 2024 entstand 2025 erneut ein Fehlbetrag – diesmal von rund 4.130 Euro.
Entscheidend für die weitere Entwicklung dürfte deshalb sein, welche Beteiligungen die Gesellschaft hält, ob weitere Investitionen geplant sind und wann daraus Erträge zufließen.