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Deutscher Schäferhund beißt 55-Jährigen – Mann stirbt nach Auseinandersetzung

Kapa65 (CC0), Pixabay

Im englischen Wakefield ist ein 55 Jahre alter Mann nach einem Hundebiss gestorben. Zuvor soll es zu einer Auseinandersetzung mit einem anderen Mann gekommen sein. Dabei soll ein Deutscher Schäferhund den 55-Jährigen angegriffen und gebissen haben.

Die Polizei nahm den ebenfalls 55 Jahre alten Hundehalter fest. Gegen ihn wird wegen Mordverdachts ermittelt. Noch ist allerdings nicht geklärt, was genau passiert ist und welche Rolle der Hund bei dem Tod des Mannes spielte.

Streit auf einem beliebten Fußweg

Der Vorfall ereignete sich am Samstag auf einem Fußweg entlang einer ehemaligen Bahnstrecke in der Nähe der Blacker Lane in Wakefield.

Gegen 13.36 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein. Gemeldet wurde eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Im Verlauf des Streits soll einer der Männer von dem Deutschen Schäferhund gebissen worden sein.

Der 55-Jährige wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand war kritisch. Trotz medizinischer Behandlung starb er noch am selben Abend kurz nach 19 Uhr.

Hundehalter unter Mordverdacht festgenommen

Die Polizei nahm den Besitzer des Hundes fest. Der 55-Jährige befindet sich in Gewahrsam.

Dass gegen ihn wegen Mordverdachts ermittelt wird, bedeutet allerdings nicht, dass bereits feststeht, dass er einen Mord begangen hat. Die Ermittler müssen zunächst klären, wie es zu dem tödlichen Vorfall kam und ob beziehungsweise in welcher Weise der Hundehalter für den Tod verantwortlich sein könnte.

Zusätzlich wird gegen ihn wegen des Verdachts ermittelt, einen Hund an einem öffentlichen Ort gefährlich außer Kontrolle gehabt zu haben und dadurch Verletzungen verursacht zu haben. Ein solcher Vorwurf kann nach englischem Recht strafbar sein.

Der Deutsche Schäferhund wurde von den Behörden sichergestellt.

Welche Rolle spielte der Hund?

Eine entscheidende Frage ist nun, wie der Hund in die Auseinandersetzung verwickelt wurde.

Bislang ist unter anderem offen, ob der Schäferhund selbstständig angriff, ob sein Halter Einfluss auf das Verhalten des Tieres nahm und ob der Hundebiss unmittelbar für den Tod des 55-Jährigen verantwortlich war.

Auch der genaue Grund für den vorausgegangenen Streit zwischen den beiden Männern ist bislang nicht bekannt.

Zwei Frauen sollen wichtige Zeuginnen sein

Die Ermittler suchen besonders nach zwei Frauen, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in der Nähe aufgehalten haben sollen.

Eine von ihnen soll Sophie heißen. Die beiden Frauen sollen dem schwer verletzten Mann zunächst geholfen und anschließend die Rettungskräfte eingewiesen haben. Ihre Beobachtungen könnten deshalb für die Rekonstruktion des Geschehens besonders wichtig sein.

Da der betreffende Weg häufig von Spaziergängern genutzt wird, bittet die Polizei außerdem weitere mögliche Zeugen, sich zu melden.

Ermittlungen stehen noch am Anfang

Der Fall wird vom zuständigen Mord- und Schwerkriminalitätsdezernat untersucht. Die Ermittler wollen insbesondere feststellen, wie die Auseinandersetzung begann, wie der Hund in das Geschehen eingriff und wodurch der 55-Jährige letztlich tödlich verletzt wurde.

Bis diese Fragen geklärt sind, gilt für den festgenommenen Hundehalter die Unschuldsvermutung.

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