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Defensive Qualität mit solider Rendite – der HI-Aktien Low Risk Euroland-Fonds überzeugt trotz Mittelabflüssen

geralt (CC0), Pixabay

Der HI-Aktien Low Risk Euroland-Fonds konnte im Geschäftsjahr 2025/2026 trotz eines anspruchsvollen Marktumfeldes eine positive Wertentwicklung von 11,06 % erzielen. Damit bestätigt der Fonds seine Strategie, langfristig eine aktienähnliche Rendite bei geringerer Schwankungsintensität zu erwirtschaften. Die historische Volatilität lag mit 11,77 % auf einem moderaten Niveau und unterstreicht den defensiven Charakter des Fonds.

Aus Anlegersicht positiv hervorzuheben ist die breite Diversifikation des Portfolios. Rund 98,9 % des Fondsvermögens sind in europäische Aktien investiert, wobei Frankreich (25,1 %), Deutschland (19,3 %) und die Niederlande (13,0 %) die größten Länderpositionen darstellen. Gleichzeitig verteilt sich das Portfolio auf zahlreiche Branchen, wobei Versorger, Industrie sowie Energie den größten Anteil ausmachen. Diese Struktur reduziert das Einzelwertrisiko und unterstützt den Low-Risk-Ansatz.

Besonders erfreulich ist die operative Ertragskraft des Fonds. Neben Dividendenerträgen von rund 3 Mio. Euro konnten realisierte Kursgewinne erzielt werden, wodurch sich ein positives Jahresergebnis von 7,68 Mio. Euro ergab. Zwar belasteten nicht realisierte Bewertungsverluste das Ergebnis, diese spiegeln jedoch lediglich zwischenzeitliche Marktwertveränderungen wider und stellen keine tatsächlich realisierten Verluste dar.

Ein kritischer Punkt ist hingegen der deutliche Mittelabfluss von knapp 18,8 Mio. Euro. Das Fondsvermögen sank dadurch von 94,3 Mio. Euro auf 81,9 Mio. Euro, obwohl die Wertentwicklung positiv war. Dies deutet darauf hin, dass Anleger verstärkt Anteile zurückgegeben haben und der Rückgang des Fondsvolumens nicht auf eine schlechte Performance zurückzuführen ist. Für langfristig orientierte Investoren stellt dies jedoch keinen unmittelbaren Qualitätsmangel des Fonds dar.

Positiv fällt außerdem die Gesamtkostenquote (TER) von 0,87 % auf. Für einen aktiv gemanagten Aktienfonds bewegt sich diese im marktüblichen Bereich. Der Einsatz von Derivaten erfolgt lediglich in sehr geringem Umfang und dient überwiegend der Absicherung, sodass das Risikoprofil des Fonds kaum beeinflusst wird.

Risikoseitig bleibt festzuhalten, dass der Fonds naturgemäß den allgemeinen Aktienmarktrisiken ausgesetzt ist. Zusätzlich verweist das Management auf geopolitische Unsicherheiten, Inflation sowie makroökonomische Risiken. Positiv ist jedoch, dass Liquiditäts- und Ausfallrisiken im Berichtszeitraum als gering eingeschätzt wurden und das Portfolio überwiegend aus liquiden Standardwerten der Eurozone besteht.

Fazit aus Anlegersicht:
Der HI-Aktien Low Risk Euroland-Fonds präsentiert sich als solider defensiver Aktienfonds für Anleger, die an den europäischen Aktienmärkten partizipieren möchten, ohne die Schwankungen klassischer Aktienfonds vollständig mitzutragen. Die zweistellige Jahresrendite, die breite Diversifikation und die moderate Kostenquote sprechen für den Fonds. Der Rückgang des Fondsvolumens sollte beobachtet werden, erscheint jedoch überwiegend durch Mittelabflüsse und nicht durch eine schwache Anlageleistung verursacht. Insgesamt hinterlässt der Fonds einen positiven Gesamteindruck und eignet sich insbesondere für langfristig orientierte, eher risikobewusste Investoren.

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