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MBS Invest 3 – Starke Wertentwicklung, aber wachsendes Markt- und Bewertungsrisiko

geralt (CC0), Pixabay

Der Fonds MBS Invest 3 blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Mit einer Jahresrendite von +14,3 % konnte er sowohl die Schwächephasen an den internationalen Kapitalmärkten als auch geopolitische Unsicherheiten erfolgreich bewältigen. Das Fondsvermögen stieg gleichzeitig von 252 Mio. € auf 316 Mio. €, was neben der positiven Wertentwicklung auch auf deutliche Mittelzuflüsse neuer Anleger zurückzuführen ist.
Positive Aspekte
1. Überdurchschnittliche Wertentwicklung

Mit einer Rendite von 14,3 % innerhalb eines Jahres erzielte der Fonds ein sehr starkes Ergebnis.

Auch langfristig präsentiert sich die Entwicklung solide:

3 Jahre: 9,4 % p.a.
5 Jahre: 4,3 % p.a.
Besonders erfreulich ist, dass sich der Anteilwert innerhalb von drei Jahren von 10,90 € auf 12,16 € erhöht hat.
2. Professionelles aktives Management

Das Fondsmanagement hat flexibel auf das Marktumfeld reagiert.

Positiv hervorzuheben sind insbesondere:

Aufstockung amerikanischer Technologieinvestments
Reduzierung europäischer Gesundheitswerte
Anpassung der Emerging-Markets-Gewichtung
Aufnahme deutscher Staatsanleihen
Verkauf des Rohstofffonds und Ersatz durch ein Industriemetall-Zertifikat

Diese Umschichtungen trugen wesentlich zur positiven Performance bei.

3. Sehr breite Diversifikation

Der Fonds investiert weltweit überwiegend über ETFs und Investmentfonds.

Aktuelle Vermögensstruktur:

Aktienfonds: 60,3 %
Rentenfonds: 33,9 %
Rohstoffzertifikate: 2,1 %
Staatsanleihen: 1,5 %
Unternehmensanleihe: 0,5 %

Diese breite Streuung reduziert das Risiko einzelner Fehlinvestitionen deutlich.

4. Hoher Zufluss neuer Anlegergelder

Der Fonds verzeichnete Nettozuflüsse von rund 33,8 Mio. €.

Dies spricht für:

steigendes Anlegervertrauen,
gute Vertriebsleistung,
stabile Marktposition.

Ein wachsendes Fondsvolumen verbessert zudem häufig die Kosteneffizienz.

5. Solides Risikomanagement

Der Fonds setzt Derivate nur in begrenztem Umfang ein.

Der durchschnittliche Value-at-Risk lag bei 7,08 %, das Leverage bei lediglich 101,08 %, was auf einen eher konservativen Einsatz derivativer Instrumente schließen lässt.

Kritische Punkte
1. Hohe Aktienabhängigkeit

Trotz Dachfondscharakter besteht weiterhin eine deutliche Aktienlastigkeit.

Rund 60 % des Vermögens sind in Aktienfonds investiert.

In einem schwachen Börsenjahr dürfte der Fonds deshalb ebenfalls deutlich an Wert verlieren.

2. Konzentration auf die USA

Ein erheblicher Teil des Portfolios entfällt auf:

S&P 500
Nasdaq 100
US-Technologie
Kommunikationsunternehmen

Diese Ausrichtung war im Berichtsjahr erfolgreich.

Sollte der US-Markt jedoch korrigieren oder sich der Technologiesektor abschwächen, dürfte der Fonds überdurchschnittlich betroffen sein.

3. Währungsrisiken

Etwa ein Viertel des Fondsvermögens ist in US-Dollar investiert.

Dadurch beeinflussen Wechselkursschwankungen die Rendite zusätzlich.

Das Management weist ausdrücklich auf dieses Risiko hin.
4. Laufende Kosten

Die Gesamtkostenquote beträgt 1,34 %.

Für einen überwiegend aus ETFs bestehenden Dachfonds erscheint dies eher im oberen Bereich.

Zusätzlich entstehen indirekte Kosten durch die Verwaltungsgebühren der Zielfonds.

5. Nachhaltigkeit nur eingeschränkt

Zwar berücksichtigt der Fonds sogenannte Principal Adverse Impacts (PAI), erfüllt jedoch nicht die Kriterien der EU-Taxonomie für ökologisch nachhaltige Investitionen.

Für ESG-orientierte Anleger stellt dies einen möglichen Nachteil dar.

Chancen

Für die kommenden Jahre sprechen:

weltweite Diversifikation,
professionelles aktives Management,
Kombination aus Aktien und Anleihen,
Nutzung kostengünstiger ETFs,
solide Liquiditätslage,
breite Streuung über Regionen und Anlageklassen.

Sollten sich die internationalen Aktienmärkte positiv entwickeln und die Inflation weiter zurückgehen, besitzt der Fonds weiterhin gutes Ertragspotenzial.

Risiken

Anleger sollten insbesondere folgende Risiken beachten:

Rückschläge an den Aktienmärkten
Zinserhöhungen
geopolitische Konflikte
Dollar-Schwäche
Konzentration auf US-Technologiewerte
allgemeine Marktrisiken

Der Fonds selbst nennt insbesondere Marktpreis-, Zins- und Währungsrisiken als wesentliche Einflussfaktoren.

Fazit aus Anlegersicht

Der Jahresbericht vermittelt insgesamt einen sehr positiven Eindruck. Das Fondsmanagement hat die schwierige Marktlage erfolgreich genutzt und eine überzeugende Rendite erzielt. Besonders positiv sind die breite Diversifikation, das aktive Portfoliomanagement sowie das deutliche Wachstum des Fondsvermögens.

Gleichzeitig sollten Anleger berücksichtigen, dass der Fonds weiterhin stark von den internationalen Aktienmärkten – insbesondere den USA – abhängig ist. Die Kostenquote ist für einen ETF-basierten Dachfonds nicht niedrig und schmälert langfristig den Ertrag.

Gesamturteil: MBS Invest 3 präsentiert sich als gut gemanagter, breit diversifizierter Mischfonds mit überzeugender Performance. Für langfristig orientierte Anleger mit mittlerer Risikobereitschaft bleibt der Fonds attraktiv, auch wenn die hohe Aktienquote und die Abhängigkeit vom US-Markt künftig stärkere Schwankungen verursachen können.

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