Cyberkriminelle verschicken derzeit gefälschte E-Mails im Namen des Bezahldienstes PayPal, um an persönliche Zugangsdaten ihrer Opfer zu gelangen. Davor warnen Sicherheitsexperten. Die Nachrichten erwecken den Eindruck, dass das PayPal-Konto aus Sicherheitsgründen überprüft werden müsse und wichtige Kontofunktionen bereits eingeschränkt worden seien.
Die E-Mails tragen den Betreff „Erinnerung: Wir haben einige Ihrer Kontofunktionen ausgesetzt“ und fordern die Empfänger auf, ihre hinterlegten Profildaten innerhalb von sieben Tagen zu verifizieren. Andernfalls drohten Einschränkungen beim Zahlungsverkehr, bei Überweisungen auf das Bankkonto sowie beim Empfang von Geld.
Für die angebliche Sicherheitsüberprüfung werden die Nutzer ausschließlich über einen in der E-Mail enthaltenen Link auf eine Internetseite geleitet. Genau darin liegt die eigentliche Gefahr: Hinter dem Link verbirgt sich nach Einschätzung von Sicherheitsexperten keine offizielle PayPal-Seite, sondern eine Phishing-Webseite, auf der Kriminelle versuchen, Zugangsdaten und möglicherweise weitere persönliche Informationen abzugreifen.
Mehrere Merkmale sprechen dafür, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt. So fehlt eine persönliche Anrede, die Absenderadresse wirkt unseriös und die Empfänger werden unter Zeitdruck gesetzt. Zudem werden gravierende Kontoeinschränkungen angedroht, um möglichst viele Nutzer zu einer unüberlegten Reaktion zu bewegen.
Verbraucher sollten auf keinen Fall auf den enthaltenen Link klicken oder persönliche Daten eingeben. Stattdessen empfiehlt es sich, die Nachricht unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben. Wer ein PayPal-Konto besitzt und unsicher ist, sollte den Kontostatus ausschließlich über die offizielle PayPal-App oder durch die direkte Eingabe der bekannten Internetadresse im Browser überprüfen.
Wer seine Zugangsdaten bereits auf einer gefälschten Internetseite eingegeben hat, sollte umgehend das Passwort ändern, die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren beziehungsweise überprüfen und den PayPal-Kundendienst informieren. Zusätzlich empfiehlt sich eine Kontrolle der letzten Kontobewegungen, um unberechtigte Transaktionen möglichst frühzeitig zu erkennen.