Die Windpark Bückwitz II GmbH & Co. KG hat im Geschäftsjahr 2025 ihre Verschuldung erneut spürbar reduziert. Aus dem veröffentlichten Jahresabschluss geht hervor, dass die Gesellschaft sowohl ihr Anlagevermögen als auch ihre Verbindlichkeiten deutlich zurückgeführt hat. Gleichzeitig verringerte sich die Bilanzsumme um mehr als 1,19 Millionen Euro. Trotz des Rückgangs beim Eigenkapital verfügt das Unternehmen weiterhin über eine solide finanzielle Basis und setzt den Abbau langfristiger Finanzverbindlichkeiten konsequent fort.
Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2025 auf 7,27 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte sie noch 8,46 Millionen Euro betragen. Damit verringerte sich das Gesamtvermögen innerhalb eines Jahres um rund 14 Prozent.
Anlagevermögen nimmt durch Abschreibungen weiter ab
Den größten Teil des Vermögens bilden weiterhin die Windenergieanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte. Das gesamte Anlagevermögen sank von 4,32 Millionen Euro auf 3,41 Millionen Euro.
Dabei verringerte sich der Buchwert der Sachanlagen von 3,86 Millionen Euro auf 3,00 Millionen Euro. Auch die immateriellen Vermögensgegenstände gingen von 452.474 Euro auf 396.563 Euro zurück. Die Beteiligungen blieben mit 11.100 Euro unverändert.
Der Rückgang des Anlagevermögens ist typisch für Windparkgesellschaften und resultiert im Wesentlichen aus den planmäßigen Abschreibungen auf die Windenergieanlagen und die immateriellen Vermögenswerte.
Forderungen bleiben auf hohem Niveau
Das Umlaufvermögen verringerte sich leicht auf 3,85 Millionen Euro nach 4,12 Millionen Euro im Vorjahr. Den größten Anteil machen weiterhin Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände aus, die sich auf 3,85 Millionen Euro belaufen.
Davon entfallen 1,07 Millionen Euro auf Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Insgesamt bestehen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von 3,57 Millionen Euro, was die enge finanzielle Verflechtung innerhalb der Unternehmensgruppe widerspiegelt.
Die liquiden Mittel gingen dagegen nahezu vollständig zurück. Während Ende 2024 noch Bankguthaben in Höhe von 56.615 Euro vorhanden waren, verfügte die Gesellschaft zum Bilanzstichtag lediglich noch über 284 Euro an Guthaben bei Kreditinstituten.
Eigenkapital sinkt leicht
Das Eigenkapital verringerte sich im Berichtsjahr von 2,99 Millionen Euro auf 2,69 Millionen Euro. Da die Gesellschaft aufgrund der gesetzlichen Erleichterungen keine Gewinn- und Verlustrechnung veröffentlicht hat, lässt sich aus dem Jahresabschluss nicht unmittelbar ableiten, wodurch der Rückgang verursacht wurde. Bei Kommanditgesellschaften können Veränderungen des Eigenkapitals unter anderem auf Ergebnisverwendungen oder Entnahmen der Gesellschafter zurückzuführen sein.
Trotz des Rückgangs verfügt die Gesellschaft weiterhin über eine Eigenkapitalquote von rund 37 Prozent, was im Branchenvergleich eine solide Kapitalausstattung darstellt.
Verbindlichkeiten deutlich reduziert
Besonders positiv entwickelte sich die Fremdkapitalseite der Bilanz. Die gesamten Verbindlichkeiten wurden innerhalb eines Jahres von 5,17 Millionen Euro auf 4,31 Millionen Euro reduziert. Damit verringerte sich die Verschuldung um rund 860.000 Euro.
Von den bestehenden Verpflichtungen entfallen 877.525 Euro auf kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr. Langfristige Verbindlichkeiten belaufen sich auf 3,43 Millionen Euro.
Ein Großteil der Finanzierungen bleibt durch die Verpfändung der Stromerlöse abgesichert. Zum Bilanzstichtag waren Verbindlichkeiten von 4,27 Millionen Euro entsprechend besichert.
Langfristige Pachtverpflichtungen bis 2037
Neben den bilanzierten Schulden bestehen weiterhin langfristige finanzielle Verpflichtungen aus Pachtverträgen. Diese laufen nach den Angaben im Anhang bis zum Jahr 2037. Für das Geschäftsjahr 2025 beliefen sich die Pachtzahlungen auf 87.659 Euro. Die Höhe der Verpflichtungen ist vertraglich variabel und hängt von den jeweiligen Vereinbarungen ab.
Solide Entwicklung trotz sinkender Bilanzsumme
Der Jahresabschluss zeigt insgesamt eine stabile Entwicklung des Windparkunternehmens. Die Gesellschaft setzt den Abbau ihrer Finanzverbindlichkeiten konsequent fort und reduziert gleichzeitig die Bilanzsumme durch planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen.
Auch wenn das Eigenkapital im Berichtsjahr leicht zurückging und die liquiden Mittel nahezu vollständig aufgebraucht wurden, bleibt die Vermögensstruktur durch hohe Forderungsbestände und eine weiterhin solide Eigenkapitalquote geprägt. Insgesamt präsentiert sich die Windpark Bückwitz II GmbH & Co. KG finanziell stabil und setzt ihren langfristigen Konsolidierungskurs fort.