Die Windpark Grefrath II ApS & Co. KG hat das Geschäftsjahr 2024 erneut mit einem Verlust abgeschlossen. Wie aus dem veröffentlichten Jahresabschluss hervorgeht, blieb das Defizit zwar auf einem niedrigen Niveau, dennoch weist die Gesellschaft weiterhin kein Eigenkapital aus. Die Bilanz zeigt eine nahezu unveränderte Vermögens- und Finanzstruktur, die im Wesentlichen von Beteiligungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern geprägt ist.
Der Jahresfehlbetrag belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf 1.402,57 Euro. Im Vorjahr hatte das Minus 1.455,57 Euro betragen. Damit verbesserte sich das Ergebnis geringfügig, die Gesellschaft schrieb jedoch erneut rote Zahlen.
Beteiligungen bilden den größten Vermögenswert
Die Bilanzsumme blieb mit 3,48 Millionen Euro nahezu unverändert und lag geringfügig über dem Vorjahreswert von 3,48 Millionen Euro.
Den mit Abstand größten Vermögensposten stellen weiterhin die Finanzanlagen dar. Die Beteiligungen werden unverändert mit 2,60 Millionen Euro ausgewiesen und machen rund drei Viertel des gesamten Vermögens aus.
Das Umlaufvermögen blieb ebenfalls nahezu konstant. Es belief sich zum Bilanzstichtag auf 824.856 Euro nach 825.109 Euro im Vorjahr. Den größten Anteil daran haben Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Diese lagen bei 788.380 Euro und blieben damit praktisch unverändert.
Darüber hinaus bestanden Forderungen gegen Gesellschafter von 2.160 Euro sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 27.704 Euro. Die liquiden Mittel betrugen lediglich 6.613 Euro.
Kein Eigenkapital vorhanden
Wie bereits im Vorjahr weist die Gesellschaft kein Eigenkapital aus. Der im Geschäftsjahr entstandene Verlust wurde entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Regelungen den Kapitalkonten der Gesellschafter belastet, sodass kein Bilanzverlust ausgewiesen wird.
Auf der Aktivseite erscheint weiterhin ein nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil der Kommanditisten, der sich von 51.847 Euro auf 53.250 Euro erhöhte. Dieser Posten verdeutlicht, dass die Verlustanteile der Gesellschafter das vorhandene Eigenkapital übersteigen.
Finanzierung erfolgt nahezu vollständig über Gesellschafter
Die Passivseite der Bilanz wird nahezu vollständig von Verbindlichkeiten geprägt. Diese stiegen geringfügig von 3,48 Millionen Euro auf 3,48 Millionen Euro und beliefen sich zum Jahresende auf 3.476.956 Euro.
Davon entfielen 3,48 Millionen Euro auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Hinzu kamen kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.150 Euro. Sämtliche Verbindlichkeiten haben nach Angaben im Anhang eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die Rückstellungen blieben mit 1.150 Euro unverändert.
Kaum operative Geschäftstätigkeit
Die Gewinn- und Verlustrechnung macht deutlich, dass die Gesellschaft nur eine sehr geringe operative Tätigkeit entfaltet. Den Aufwendungen von 1.413 Euro standen lediglich Zinserträge von 10 Euro gegenüber. Umsatzerlöse werden nicht ausgewiesen.
Auch beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr keine Mitarbeiter.
Holdingstruktur prägt den Jahresabschluss
Die Bilanzstruktur deutet darauf hin, dass die Windpark Grefrath II ApS & Co. KG in erster Linie als Beteiligungsgesellschaft fungiert. Das Vermögen besteht nahezu ausschließlich aus Finanzanlagen und konzernnahen Forderungen, während die Finanzierung im Wesentlichen über Gesellschafterdarlehen erfolgt.
Der Jahresabschluss zeigt insgesamt eine stabile, aber unveränderte Situation. Die Vermögenswerte blieben konstant, der Jahresfehlbetrag fiel erneut gering aus und die Gesellschaft verfügt weiterhin über keine eigene Eigenkapitalbasis. Die Finanzierung wird nach wie vor nahezu vollständig durch die Gesellschafter getragen.