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Brandenburg braucht Anschluss: Verbraucherzentrale fordert Konzept für E-Mobilität im Flächenland

AKrebs60 (CC0), Pixabay

Die Energiewende auf Brandenburgs Straßen kommt nur langsam in Fahrt. Während andere Bundesländer bei der E-Mobilität deutlich weiter sind, liegt Brandenburg mit einem Anteil von nur 17 Prozent bei den Neuzulassungen von Elektroautos im Jahr 2025 unter dem Bundesdurchschnitt – und weit hinter Spitzenreitern wie Schleswig-Holstein mit über 22 Prozent. Die Verbraucherzentrale Brandenburg sieht nun die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU in der Pflicht, diese Entwicklung zu korrigieren.

Vor allem eines fehlt: ein kommunenübergreifendes Gesamtkonzept für den Ausbau der Lade- und Betankungsinfrastruktur für Elektroautos und andere alternative Antriebe. Insellösungen einzelner Gemeinden reichen nicht aus, warnt Christian A. Rumpke, Vorstand der Verbraucherzentrale. In einem Flächenland wie Brandenburg, in dem der Pkw vielerorts unverzichtbar bleibt, müsse Mobilität ganzheitlich gedacht werden.

Zwar hat die Bundesregierung erst kürzlich eine neue Kaufprämie für Elektro-Neuwagen vorgestellt, doch ohne flächendeckende Ladepunkte könnten viele Verbraucherinnen und Verbraucher im Land diese Förderung nicht sinnvoll nutzen. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentrale gehören mangelnde Ladeinfrastruktur, hohe Fahrzeugpreise und die Angst vor Reichweitenproblemen zu den Hauptgründen, warum viele Menschen bislang nicht auf E-Autos umsteigen.

Die Verbraucherzentrale fordert, dass die künftige Landesregierung nicht nur die Ladeinfrastruktur, sondern auch den Öffentlichen Nahverkehr, Fahrradnetze und Sharing-Angebote stärkt. Ein besonderes Augenmerk müsse dabei auf einem flächendeckend stabilen Handy- und Datenempfang in Bussen und Bahnen liegen. Nur wenn klimafreundliche Verkehrsmittel auch komfortabel und verlässlich sind, würden sie im Alltag zur echten Alternative.

Damit Brandenburg den Anschluss bei der Verkehrswende nicht verpasst, müssen Mobilität, Energie und Infrastruktur künftig gemeinsam geplant und abgestimmt werden. Die neue Landesregierung steht vor der Aufgabe, aus Einzelmaßnahmen ein Zukunftskonzept zu machen – für eine klimafreundliche, vernetzte und gerechte Mobilität im ganzen Land.

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