BMW und Toyota haben einen umfangreichen Fahrzeugrückruf angekündigt, der mehr als 87.000 Autos weltweit betrifft. Grund für die Maßnahme ist ein möglicher Defekt im Startermotor, der laut der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) überhitzen kann. In seltenen Fällen besteht dadurch sogar Brandgefahr. Fahrzeughalter sollten daher aufmerksam reagieren und prüfen, ob ihr Auto betroffen ist.
Ausgelöst wurde der Rückruf von BMW. Allerdings sind auch bestimmte Toyota-Modelle involviert, da diese auf einer gemeinsamen technischen Plattform basieren. Konkret geht es um den Toyota Supra, dessen Antriebsstrang von BMW entwickelt wurde. Der technische Fehler betrifft ein internes Bauteil des Startermotors, das im Laufe der Zeit verschleißen kann. Dieser Verschleiß kann zu einer erhöhten Stromaufnahme führen, wodurch sich der Starter übermäßig erhitzt.
Nach Angaben der Hersteller werden die betroffenen Fahrzeughalter ab dem 24. März schriftlich informiert. In den Schreiben wird erklärt, welche Schritte notwendig sind und wie der Austausch abläuft. Die gute Nachricht für Kunden: Der Austausch des Startermotors erfolgt kostenlos bei autorisierten Vertragswerkstätten. BMW und Toyota betonen, dass bislang keine Unfälle oder Personenschäden bekannt seien, die direkt auf den Defekt zurückzuführen sind. Dennoch werde der Rückruf aus Gründen der Vorsicht durchgeführt.
Betroffen sind mehrere BMW-Modelle aus den Baujahren 2021 bis 2024, darunter beliebte Fahrzeuge wie der BMW 3er, 4er, 5er sowie die SUV-Modelle X3 und X4. Auch sportliche Modelle wie der BMW Z4 und der Toyota Supra fallen unter den Rückruf. Die genaue Liste der betroffenen Modelle und Baujahre sollten Fahrzeughalter sorgfältig prüfen, da nicht jedes Fahrzeug automatisch betroffen ist.
Unabhängig vom Hersteller empfiehlt es sich generell, regelmäßig nach Rückrufen zu suchen. Die NHTSA bietet hierfür eine Online-Datenbank an, in der Fahrzeugbesitzer mithilfe ihrer Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN oder VIN) schnell überprüfen können, ob für ihr Auto ein Rückruf besteht. Auch Medien wie USA TODAY stellen eigene Rückruf-Datenbanken zur Verfügung, die neben Fahrzeugen auch andere Produkte wie Lebensmittel oder Medikamente erfassen.
Der aktuelle Rückruf zeigt einmal mehr, wie wichtig transparente Kommunikation und präventive Sicherheitsmaßnahmen in der Automobilindustrie sind. Für betroffene Autofahrer gilt: Ruhe bewahren, Benachrichtigung abwarten oder selbst aktiv prüfen – und den kostenlosen Werkstatttermin wahrnehmen, um mögliche Risiken auszuschließen.