Ein tragischer Unfall nahe Karlsruhe hat am Wochenende zahlreiche Einsatzkräfte in Atem gehalten. Am Samstagabend fuhr ein Auto am Fähranleger Neuburgweier bei Rheinstetten in den Rhein, der Fahrer überlebte das Unglück nicht. Erst am Sonntagnachmittag gelang es, das versunkene Fahrzeug aus dem Wasser zu heben.
Zeugen einer Nikolausfeier in einem Restaurant direkt an der Fähre beobachteten gegen 22.25 Uhr, wie der Mazda über den Anleger rollte und im Strom versank. Sie alarmierten umgehend die Rettungskräfte. Taucher der DLRG konnten den Wagen auf dem Grund lokalisieren, in ihm befand sich eine Person – doch jede Hilfe kam zu spät. Hinweise auf weitere Insassen lagen nicht vor.
Die Strömung des Rheins verhinderte eine nächtliche Bergung. Mehr als 100 Helfer von Feuerwehr, DLRG, Polizei, Rettungsdiensten und Einsatzkräften beider Rheinseiten waren bis in den frühen Morgen im Einsatz, Seelsorger betreuten betroffene Augenzeugen.
Am Sonntag setzten die Teams die Suche mit Sonartechnik fort. Gegen 14.30 Uhr entdeckten sie den Wagen erneut. Mithilfe eines Bergeschiffs und eines Krans wurde das Auto an Land gebracht und der Leichnam geborgen. Zur Identität des offensichtlich allein fahrenden Menschen machten die Behörden zunächst keine Angaben.
Das Polizeipräsidium Offenburg, die Wasserschutzpolizei und der Verkehrsunfalldienst ermitteln zum Ablauf des Unglücks. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Beamten von einem Unfallgeschehen aus. Das Fahrzeug sei zuvor bereits durch auffällige Fahrweise bemerkt worden.