In Leipzig hat sich am Dienstagabend ein dramatischer Straßenbahnunfall ereignet. Eine 20-jährige Frau wurde zwischen zwei Züge eingeklemmt, nachdem sie beim Überqueren der Gleise eine einfahrende Tram übersehen hatte. Der Unfall löste große Rettungsbemühungen aus und endete für die junge Frau mit schweren Verletzungen.
Die Frau war gegen 20.20 Uhr an der Berliner Straße aus der Linie 9 ausgestiegen und wollte die Gleise offenbar noch vor dem abfahrbereiten Zug überqueren. Dabei achtete sie nach ersten Erkenntnissen nicht auf eine entgegenkommende Straßenbahn, die gerade in die Haltestelle einfuhr. Trotz eingeleiteter Vollbremsung konnte der Fahrer den Zusammenstoß nicht mehr verhindern.
Die Frau prallte mit dem Kopf gegen die Frontscheibe der Tram, die unter dem Aufprall splitterte. Anschließend wurde sie in den nur wenige Zentimeter breiten Spalt zwischen beiden Straßenbahnen gezogen und dort eingeklemmt. Feuerwehrkräfte rückten mit schwerem Gerät an, um die Verletzte aus ihrer lebensgefährlichen Lage zu befreien.
Wie Polizeisprecher Moritz Peters bestätigte, wurde die 20-Jährige schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Unfallaufnahme dauerte bis Mitternacht, der Straßenbahnverkehr war entsprechend beeinträchtigt. Die Polizei untersucht nun den genauen Ablauf des Unglücks und prüft, ob weitere Faktoren zu dem Vorfall beigetragen haben.