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Wolf in Lüdenscheid sorgt für Polizeieinsatz – Beamte filmen ungewöhnliche Begegnung

JOhaza (CC0), Pixabay

In Lüdenscheid hat ein unerwarteter Besucher am frühen Nikolausmorgen für Aufsehen gesorgt. Ein Wolf lief durch die Innenstadt und wurde gegen 4.15 Uhr in Bahnhofsnähe gegenüber einer Polizeiwache gesichtet. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und versuchten, das Tier mit Blaulicht behutsam in einen angrenzenden Waldbereich zu lenken, um es aus der gefährlichen Verkehrssituation herauszuführen.

Ein Polizist filmte die kurze Begegnung aus dem Streifenwagen. Bereits wenige Minuten später verlor die Polizei den Wolf jedoch in der Nähe des Stadtparks aus den Augen. Für Lüdenscheid ist ein solcher Vorfall einzigartig. Während Einsätze mit entlaufenen Haus- oder Nutztieren häufiger sind, sei ein Wolf in der 71.000-Einwohner-Stadt bisher noch nie aufgetaucht, erklärte ein Sprecher. Das Tier habe keinerlei Schäden verursacht.

Da immer mehr Wölfe in Deutschland unterwegs sind, erinnern Behörden an grundlegende Verhaltensregeln. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima rät, sich dem Tier nicht zu nähern, aber auch nicht wegzulaufen. Lautes Klatschen oder Winken könne helfen, den Wolf zu vertreiben. Die Tierschutzorganisation PETA ergänzt: Spaziergänger sollten auf Wegen bleiben, Abstand halten und dem Tier Rückzugsraum lassen. Wer sich unwohl fühlt, könne sich groß machen, laut rufen oder einen Regenschirm öffnen, um es zu verscheuchen. Sichtungen sollten möglichst dokumentiert und an die Naturschutzbehörde gemeldet werden.

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