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Mormonen-Präsident Russell Nelson im Alter von 101 Jahren gestorben

tappedants (CC0), Pixabay

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage trauert um ihren Präsidenten: Russell M. Nelson ist im Alter von 101 Jahren in seinem Haus in Salt Lake City, US-Bundesstaat Utah, verstorben. Nach Angaben der Glaubensgemeinschaft starb er „friedlich“ im Kreise seiner Familie.

Ältester Präsident in der Geschichte der Kirche

Nelson war seit 2018 Oberhaupt der weltweit rund 17 Millionen Mitglieder umfassenden Glaubensgemeinschaft, die häufig als Mormonen bezeichnet wird. Mit seinem Tod geht eine Ära zu Ende: Er gilt als der älteste Präsident in der Geschichte der Kirche.

Lebensweg vom Herzchirurgen zum Kirchenführer

Bevor Nelson eine führende Rolle in der Kirche übernahm, machte er international Karriere als Herzchirurg. In den 1950er-Jahren gehörte er zu den Pionieren der offenen Herzchirurgie in den USA. Erst später widmete er sich ganz der kirchlichen Arbeit und stieg in den Rat der Zwölf Apostel auf – eines der höchsten Gremien der Mormonen.

Familienmensch mit großer Nachkommenschaft

Nelson hinterlässt seine Frau, acht Kinder, 57 Enkelkinder und mehr als 167 Urenkel. In den Mitteilungen der Kirche wird er als Familienmensch gewürdigt, der das Leben seiner Angehörigen ebenso prägte wie das der Mitglieder seiner Glaubensgemeinschaft.

Nachfolge noch offen

Wer die Leitung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage übernehmen wird, ist bislang nicht bekannt. Traditionell entscheidet der Rat der Zwölf Apostel über die Nachfolge.

Mit Nelson verliert die Kirche eine prägende Persönlichkeit, die medizinisches Können und geistliche Führung auf einzigartige Weise verband.

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