Erstmals in der Geschichte der Deutschen Wildtier Stiftung können nicht nur Spenderinnen und Spender, sondern alle Interessierten mitbestimmen, welches Tier 2026 den Titel „Tier des Jahres“ tragen wird. Ab sofort ist die Online-Abstimmung geöffnet – und sie verspricht eine spannende Wahl zwischen drei sehr unterschiedlichen Kandidaten: dem Goldschakal, dem Rothirsch und dem Hermelin.
Drei faszinierende Tiere im Rennen
Der Goldschakal gilt als heimlicher Rückkehrer. Ursprünglich in Südosteuropa verbreitet, hat er sich in den vergangenen Jahren immer häufiger auch in Deutschland gezeigt. Seine Anpassungsfähigkeit fasziniert Biologen – und sorgt zugleich für Debatten über seine Rolle in unserer Kulturlandschaft.
Der Rothirsch, majestätischer „König des Waldes“, steht symbolisch für die große Wildnis Mitteleuropas. Doch auch er ist bedroht: Lebensraumverlust und Straßen zerschneiden seine Reviere.
Das Hermelin, mit seinem weißen Winterfell auch als „Schneefrettchen“ bekannt, ist ein kleiner, wendiger Jäger – und gleichzeitig ein Symboltier für die Folgen des Klimawandels. Denn wenn die Winter immer kürzer und schneeärmer werden, verliert es sein wichtigstes Tarnkleid.
Abstimmung für alle
Bislang hatten ausschließlich die Unterstützerinnen und Unterstützer der Stiftung die Wahl. Dieses Mal aber kann jede und jeder ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland abstimmen – bis zum 2. Oktober 2025. „Wir wollen so noch mehr Menschen für heimische Wildtiere begeistern“, erklärt Artenschützerin Lea-Carina Hinrichs.
Mehr als ein Titel
Der Titel „Tier des Jahres“ soll nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen, sondern auch auf die Lebensbedingungen der Tiere und ihre Bedrohungen hinweisen. Für die Stiftung ist die Wahl daher eine Chance, den Schutz der Wildtiere stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken.
Ob der geheimnisvolle Goldschakal, der mächtige Rothirsch oder das flinke Hermelin am Ende das Rennen macht – fest steht: Jedes der drei Tiere hat das Potenzial, 2026 zum Botschafter für den Artenschutz in Deutschland zu werden.