Ruhestand? Ja. Ruhig? Eher nicht. In Sachsen-Anhalt zeigt sich einmal mehr: Wer hier alt wird, bekommt zur Rente oft noch einen Sozialantrag dazu. Mehr als 10.900 Rentnerinnen und Rentner waren im vergangenen Jahr auf staatliche Grundsicherung im Alter angewiesen – fast 4.000 mehr als noch drei Jahre zuvor.
Goldene Jahre? Eher bronzefarben mit Rostansatz
Während die Preisentwicklung im Supermarkt steil nach oben geht, bleibt die Rente in Sachsen-Anhalt oft auf Sparflammen-Niveau. Für viele bedeutet das: Nach 45 Jahren Arbeit gibt’s zum Lebensabend nicht den Sessel mit Ausblick, sondern die Grundsicherung mit Antragsformular.
Linke: Mindestrente statt Mitgefühl
Monika Hohmann (Die Linke) fordert jetzt: Mindestrente von 1.400 Euro. Damit niemand in Armut altern muss – ein schöner Gedanke, der vermutlich in Berlin erstmal gegen eine Wand aus Haushaltsdebatten und Rentenformeln läuft.
Fazit:
In Sachsen-Anhalt wächst nicht nur die Rentnerzahl, sondern auch die Zahl derer, die trotz Rente nicht über die Runden kommen. Die Politik redet von Respekt für Lebensleistung – aber der Respekt endet oft hinter dem Pfandautomaten.