Nach der verheerenden Explosion in einer Rüstungsfabrik in der Region Rjasan hat sich die Zahl der Opfer weiter erhöht. Offiziellen Angaben zufolge sind inzwischen mindestens elf Menschen ums Leben gekommen, rund 130 Personen wurden verletzt.
Der Gouverneur der Region, Pawel Malkow, ordnete für Montag einen Tag der Trauer an, um der Opfer zu gedenken. Zunächst hatte Malkow lediglich von einem Brand in einem Industriebetrieb gesprochen. Doch russische Staatsmedien bestätigten mittlerweile, dass es sich bei der Anlage um eine Fabrik zur Herstellung von Schießpulver und Sprengstoff handelte.
Wie es zu der Explosion kam, ist bislang unklar. Einsatzkräfte waren über Stunden mit der Löschung des Großbrands und der Rettung von Menschen beschäftigt.
Die Katastrophe reiht sich in eine Serie von Industrieunfällen in Russland ein, die häufig mit mangelhaften Sicherheitsstandards oder veralteten Anlagen in Verbindung gebracht werden. Die Ermittlungen zur Unglücksursache laufen.