Strahlende Gesichter am Lago Maggiore: Beim 78. Internationalen Filmfestival von Locarno hat der japanische Spielfilm „Two Seasons, Two Strangers“ von Regisseur Sho Miyake den begehrten Goldenen Leoparden gewonnen. Das feinfühlige Werk setzte sich gegen starke Konkurrenz durch und wurde von der Jury als künstlerisch herausragend gewürdigt.
Für Furore sorgte auch die österreichisch-deutsche Koproduktion „White Snail“. Die poetische Liebesgeschichte des Regie-Duos Elsa Kremser und Levin Peter feierte einen Doppelerfolg: Sie erhielt nicht nur den Spezialpreis der Jury, sondern brachte auch den Hauptdarstellern Marya Imbro und Mikhail Senkov eine der beiden Auszeichnungen für bestes Schauspiel ein.
Das traditionsreiche Festival, das seit Jahrzehnten als Bühne für mutiges, unabhängiges Kino gilt, unterstreicht mit seiner diesjährigen Preisvergabe einmal mehr seine Offenheit für vielfältige filmische Stimmen – von leisen, intimen Erzählungen bis hin zu mutigen Grenzgängen.
Damit ist Locarno 2025 ein Triumph für das internationale Autorenkino: Japan glänzt mit dem Hauptpreis, während Österreich und Deutschland gemeinsam mit Belarus eindrucksvoll beweisen, wie stark europäisches Kino derzeit wahrgenommen wird.