Deutschlands Fernstraßen sind in einem deutlich schlechteren Zustand, als viele Verkehrsteilnehmer vermuten dürften. Nach aktuellen Angaben der Bundesregierung sind fast 25.000 Kilometer Fahrbahn reparaturbedürftig. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor.
Besonders betroffen sind die Bundesstraßen: Rund 33 Prozent der Fahrstreifen-Kilometer – das entspricht etwa 13.600 Kilometern – weisen Schäden auf, die eine Sanierung notwendig machen. Auch die Autobahnen sind stark betroffen: Hier müssen rund 11.000 Kilometer erneuert werden, was einem Anteil von etwa 19 Prozent des Streckennetzes entspricht.
Nicht nur die Straßen, auch das Schienennetz steht vor großen Herausforderungen. Demnach sind 17.285 Kilometer Gleise sowie 1.156 Brücken in einem Zustand, der eine Instandsetzung erforderlich macht.
Die schwarz-rote Bundesregierung hat angekündigt, massiv in die Infrastruktur zu investieren. Ziel sei es, Straßen, Autobahnen und das Schienennetz zu modernisieren und so den Verkehrsfluss sowie die Sicherheit langfristig zu verbessern. Experten mahnen jedoch, dass allein die Beseitigung des Sanierungsstaus viele Jahre und Milliardeninvestitionen in Anspruch nehmen wird.