Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Polizei mit Nachdruck am sogenannten „Blitzermarathon“, einer bundesweiten Kontrollaktion gegen Geschwindigkeitsverstöße im Straßenverkehr. Ziel der Maßnahme ist es, auf die Gefahren durch überhöhte Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und das Bewusstsein für Verkehrssicherheit zu schärfen. Denn Rasen gilt nach wie vor als eine der Hauptursachen für schwere und tödliche Verkehrsunfälle.
Wie die Behörden mitteilten, wurden allein am zweiten Tag der Aktion mehr als 500 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert. Bereits am ersten Tag hatte die Polizei zahlreiche Verstöße festgestellt – die Zahlen steigen damit weiter. Im gesamten Bundesgebiet sind stationäre sowie mobile Blitzer im Einsatz, um Temposünder zu erfassen. Neben städtischen Brennpunkten werden auch Landstraßen und Autobahnen gezielt überwacht.
Die Aktion soll noch bis einschließlich Sonntag andauern. Dabei wird nicht nur geblitzt – vielerorts führt die Polizei auch Aufklärungsaktionen durch, bei denen Verkehrsteilnehmer direkt auf ihr Fehlverhalten hingewiesen werden. Ziel sei es, langfristig das Fahrverhalten positiv zu beeinflussen und damit die Zahl schwerer Unfälle nachhaltig zu senken.
Die Polizei appelliert an alle Autofahrer, sich an die geltenden Tempolimits zu halten. „Jeder Kilometer pro Stunde zu viel kann über Leben und Tod entscheiden“, betonen Verkehrsexperten. Besonders in sensiblen Bereichen wie vor Schulen, Kitas und auf Landstraßen sei überhöhte Geschwindigkeit ein erhebliches Risiko.
Der Blitzermarathon ist Teil einer europaweiten Verkehrssicherheitsinitiative und wird von vielen Bundesländern gemeinsam koordiniert. Ob die Kontrollen auch nach der offiziellen Aktionswoche in dieser Intensität fortgeführt werden, bleibt abzuwarten – fest steht jedoch: Das Thema Geschwindigkeit steht weiterhin ganz oben auf der Agenda der Verkehrssicherheitsarbeit.