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Epstein-Akten sorgen für Krach in Trumps Lager: „Wir verlieren sonst die Wahl“

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

In den Reihen von Donald Trumps Unterstützern wächst der Unmut – und das ausgerechnet wegen eines Themas, das viele für erledigt hielten: Jeffrey Epstein. Nachdem FBI und Justizministerium vergangene Woche offiziell erklärten, es gebe keine geheime Kundenliste und keine Hinweise auf Mord, platzte im Trump-Lager der Kragen.

Trumps ehemaliger Sicherheitsberater Michael Flynn warnte den Präsidenten öffentlich: „Das Epstein-Thema verschwindet nicht.“ Für viele Konservative ist das Ausbleiben echter Aufklärung ein Wortbruch – immerhin hatte Trump 2024 noch versprochen, die Akten vollständig offenzulegen.

Die Kritik richtet sich besonders gegen Justizministerin Pam Bondi. Die ehemalige TV-Anwältin hatte im Februar großspurig erklärt, sie habe die ominöse Liste „auf dem Schreibtisch“. Jetzt stellte sie klar: Sie meinte damit alle Akten – eine rhetorische Kehrtwende, die konservative Kommentatoren wie Megyn Kelly als durchschaubar bezeichnen. Kelly zweifelte offen an der Glaubwürdigkeit der Aussagen: „Entweder gibt es nichts – oder es wird vertuscht.“

Sogar innerhalb der Trump-Administration brodelt es. Laut US-Medien blieb FBI-Vizedirektor Dan Bongino nach Veröffentlichung des Berichts dem Dienst fern und denkt angeblich über Rücktritt nach.

Besonders drastisch äußerte sich Trumps ehemaliger Chefstratege Steve Bannon. Auf dem Turning Point USA-Gipfel prophezeite er: „Wenn Trump das nicht klärt, verlieren wir 10 Prozent der MAGA-Bewegung – das heißt 40 Sitze im Kongress und die Präsidentschaft.“ Ein politisches Erdbeben, das nicht nur durch fehlende Akten, sondern auch durch beschädigtes Vertrauen droht.

Die Regierung verteidigt sich: Es gebe einfach nichts zu veröffentlichen. Doch für viele in Trumps Basis klingt das wie das berühmte „Es war nichts – gehen Sie weiter.“

Die Epstein-Affäre, einst ein Schatten am Rand der politischen Bühne, wird nun zur Zerreißprobe für das republikanische Lager. Und sie zeigt: Wer Transparenz verspricht, muss mehr liefern als wortreiche Ausreden – vor allem, wenn die eigene Wählerschaft längst den Verdacht hegt, dass unter dem Teppich mehr liegt als Staub.

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