Tragischer Unfall in Lake Havasu City, Arizona: Der 43-jährige Physiotherapeut Walter Foxcroft kam am 9. Juli bei einem Feuer in einer hyperbaren Sauerstoffkammer ums Leben. Laut Angaben der Feuerwehr ereignete sich der Vorfall in seiner eigenen Einrichtung „Havasu Health and Hyperbarics“, die er erst 2024 mitbegründet hatte.
Wie die örtliche Feuerwehr mitteilte, wurden Rettungskräfte gegen 23 Uhr wegen eines medizinischen Notfalls mit Brandverletzungen alarmiert. Foxcroft wurde leblos in der Kammer aufgefunden und noch am Tatort für tot erklärt. Weitere Personen wurden nicht verletzt.
Hyperbare Sauerstoffkammern sind medizinische Geräte, in denen Patienten reinen Sauerstoff unter erhöhtem Druck einatmen. Sie werden unter anderem zur Behandlung von Tauchunfällen (Dekompressionskrankheit), Gewebeinfektionen und Kohlenmonoxidvergiftungen eingesetzt. Die Kammern gelten zwar als effektiv, bergen jedoch – insbesondere durch den hohen Sauerstoffgehalt – ein erhöhtes Brandrisiko, wenn technische Defekte oder Entzündungsquellen auftreten.
Foxcrofts Tod ist bereits der zweite tödliche Zwischenfall mit einer hyperbaren Kammer in diesem Jahr: Im Januar verstarb ein fünfjähriger Junge in Michigan bei einem ähnlichen Brand im „Oxford Center“ in Troy.
Walter Foxcroft war in der Region nicht nur als Therapeut, sondern auch durch seine Vergangenheit als Universitätsmaskottchen an der University of Arizona bekannt. Er hatte seinen Doktortitel in Physiotherapie an der Touro University in Nevada erworben.
Die Ursache des Feuers ist noch unklar. Ermittlungen zur genauen Brandursache und zu möglichen Sicherheitsmängeln dauern an. Das tragische Ereignis wirft erneut Fragen zur Sicherheit und Regulierung von hyperbaren Therapieeinrichtungen in den USA auf.