Den Sicherheitsbehörden in Spanien und Portugal ist ein bedeutender Schlag gegen die internationale Drogenkriminalität gelungen. Nach Angaben der spanischen Polizeieinheit Guardia Civil wurde auf der Iberischen Halbinsel das bislang größte logistische Netzwerk für Drogenschmuggel zerschlagen.
Im Zuge der länderübergreifenden Ermittlungen wurden insgesamt 64 Verdächtige festgenommen. Darüber hinaus liegen mehrere Haftbefehle und Auslieferungsanträge gegen weitere Personen vor, die mit dem kriminellen Netzwerk in Verbindung stehen sollen.
Kokain, Bargeld, Schmuck und Waffen beschlagnahmt
Bei mehr als 20 koordinierten Razzien in beiden Ländern konnten die Behörden umfangreiches Beweismaterial sicherstellen. Unter anderem wurden 650 Kilogramm Kokain, große Mengen an Bargeld, hochwertiger Schmuck sowie mehrere Schusswaffen gefunden und beschlagnahmt.
Die Ermittler sprechen von einem logistisch hochentwickelten System, das vor allem auf die Versorgung des europäischen Markts mit Kokain ausgelegt war. Das Netzwerk soll über eigene Lagerhäuser, Transportfirmen und Verteilungsrouten verfügt haben – und mit international agierenden Kartellen vernetzt gewesen sein.
Die Guardia Civil bezeichnete den Einsatz als einen der größten Erfolge im Kampf gegen den organisierten Drogenhandel auf der Iberischen Halbinsel. Die Ermittlungen dauern an und könnten laut Behörden weitere Festnahmen nach sich ziehen.