Was sind schon 5,3 Milliarden Euro? Für den deutschen Staat offenbar ein Kleingeldbetrag, den man ruhig mal liegenlassen kann, weil man die Deadline verschläft.
Eigentlich sollte bis gestern ein schicker Klimasozialplan in Brüssel vorliegen, damit Deutschland seinen Anteil aus dem EU-Klimasozialfonds abholen darf. Der Fonds soll helfen, dass Verbraucher beim Umbau Richtung grüne Zukunft nicht finanziell unter die Räder kommen – theoretisch jedenfalls.
Plan? Kommt später. Vielleicht.
Aber Deutschland wäre nicht Deutschland, wenn es nicht auch hier eine Ausrede parat hätte: „Kein Grund zur Panik! Wir sind ja nicht die Einzigen, die zu spät sind!“ so das Umweltministerium. Fast alle anderen Mitgliedstaaten bräuchten angeblich auch noch „etwas mehr Zeit“. Na dann.
Bürokratie? Ja bitte, aber später
Mit dem Klimasozialfonds sollen eigentlich steigende Preise für Strom, Heizen oder Sprit abgefedert werden. Das Ziel: Die Wut über Klimagesetze soll nicht direkt auf der Nebenkostenabrechnung explodieren. Blöd nur, dass man dafür halt einen Plan braucht. Und den müsste man halt rechtzeitig einreichen. So viel Organisation ist offenbar zu viel verlangt.
Fazit:
Die gute Nachricht: Irgendwann wird der Plan schon kommen. Vielleicht noch in diesem Jahrzehnt. Die schlechte Nachricht: Bis dahin zahlen die Bürger erstmal selbst – und dürfen hoffen, dass Brüssel den Geldtopf nicht anderweitig verteilt.