Der Fund zweier Leichen in einem Park im Zentrum Roms wirft derzeit düstere Fragen auf und sorgt in ganz Italien für Bestürzung. Spaziergänger hatten am Montagvormittag in der weitläufigen Grünanlage nahe dem Tiber die leblosen Körper einer etwa 40-jährigen Frau und eines wenige Monate alten Säuglings entdeckt. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es sich bei den Toten um Mutter und Kind handelt.
Obduktion soll Klarheit bringen
Beide Leichen wurden noch am selben Tag zur Obduktion in die Gerichtsmedizin gebracht. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, gehen die Behörden inzwischen davon aus, dass das Kind erwürgt wurde. Die Todesursache der Frau ist bislang unklar. Es gebe derzeit keine Hinweise auf Gewalteinwirkung von außen – möglich sei auch ein Suizid.
Kein Ausweis, kein Handy – Identität bleibt unklar
Besonders mysteriös: Die Frau trug keine Ausweispapiere bei sich, auch ein Mobiltelefon konnte bislang nicht gefunden werden. Die Polizei setzt nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, um die Identität der Toten zu klären. Auch Videoaufnahmen aus der Umgebung werden ausgewertet.
Große Betroffenheit in Italien
Die Tragödie sorgt in italienischen Medien und sozialen Netzwerken für große Anteilnahme und Diskussionen. Viele stellen die Frage, ob es sich bei dem Fall um eine Verzweiflungstat in prekären Lebensumständen handeln könnte – etwa infolge von sozialer Isolation oder häuslicher Gewalt. Offizielle Stellungnahmen der Polizei dazu gibt es noch nicht.
Ermittlungen in alle Richtungen
Die Behörden halten sich bislang mit Spekulationen zurück und ermitteln in alle Richtungen. Ein Fremdverschulden wird nicht ausgeschlossen. Die Obduktionsergebnisse sollen in den nächsten Tagen erste Antworten liefern – doch schon jetzt ist klar: Der Fall wirft ein Schlaglicht auf eine erschütternde Tragödie mitten in der italienischen Hauptstadt.