Ein Vorfall mit rechtsextremem Hintergrund überschattet eine Tanzveranstaltung in Bautzen: Mehrere Personen sollen während des öffentlichen Festes auf dem Theaterplatz den verbotenen Hitlergruß gezeigt und verfassungswidrige Parolen gerufen haben. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und prüft mögliche Straftatbestände.
Nach Angaben der Behörden versammelte sich am Rande des Festes am Abend eine Gruppe von Personen, aus deren Mitte die Gesten und Äußerungen erfolgten. Der Veranstalter reagierte umgehend: Er verwies die Störer vom Veranstaltungsgelände und informierte die Polizei. Die Beamten trafen kurz darauf ein, sicherten Beweise und begannen mit ersten Befragungen.
Die genaue Zahl der Beteiligten ist noch unklar. Laut Polizei handelt es sich um mehrere Verdächtige, gegen die nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie wegen des Verdachts auf Volksverhetzung ermittelt wird.
Der Vorfall sorgt in der Region für Bestürzung. Vertreter der Stadt Bautzen und lokale Initiativen zeigten sich empört über die Provokation inmitten einer friedlichen Feier. „Es ist unerträglich, dass solche Symbole des Hasses bei einer kulturellen Veranstaltung gezeigt werden. Wir stehen klar für Demokratie, Offenheit und Zusammenhalt“, erklärte ein Sprecher der Stadt.
Die Polizei kündigte verstärkte Präsenz bei zukünftigen Veranstaltungen an und rief mögliche Zeugen auf, sich mit Hinweisen zu melden. Der Fall reiht sich ein in eine wachsende Zahl rechtsextremer Vorfälle im öffentlichen Raum – eine Entwicklung, die sowohl Zivilgesellschaft als auch Sicherheitsbehörden zunehmend alarmiert.