Das US-Gesundheitsministerium (HHS) unter der Leitung von Robert F. Kennedy Jr. hat am 1. Mai einen 400-seitigen Bericht veröffentlicht, der die medizinische Versorgung von transidenten Minderjährigen infrage stellt. Der Bericht warnt vor Risiken von Pubertätsblockern, Hormonen und geschlechtsangleichenden Operationen, nennt die wissenschaftliche Beweislage dafür „unzureichend“ – im klaren Widerspruch zu fast allen großen medizinischen Fachverbänden weltweit.
Was steht im Bericht?
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Der Bericht behauptet, dass geschlechtsangleichende Versorgung in den USA oft „kindgeleitet“ sei und psychologische Begutachtungen häufig vernachlässigt würden.
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Er kritisiert medizinische Organisationen wie die WPATH (World Professional Association for Transgender Health) und die American Medical Association dafür, einen angeblichen Konsens zu erzeugen und Kritik zu unterdrücken.
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Der Bericht stützt sich stark auf die britische Cass Review, die ebenfalls eine restriktivere Haltung gegenüber medizinischen Eingriffen bei Jugendlichen empfiehlt.
Reaktionen:
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Kritik kam sofort:
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Die American Academy of Pediatrics nannte den Bericht eine „Verzerrung der medizinischen Realität“.
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GLAAD und andere LGBTQ-Organisationen verurteilten das Papier als „gefährlich“, „fehlinformierend“ und als Deckmantel für Konversionstherapie.
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Die Trevor Project, eine Suizidpräventionsorganisation für queere Jugendliche, bezeichnete die Empfehlung von „explorativer Therapie“ als verharmloste Konversionstherapie, die von allen Fachverbänden abgelehnt wird.
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Was sagen Expert:innen?
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Laut Fachleuten ist die Behandlung junger trans Personen in der Praxis konservativ und sorgfältig abgestimmt, häufig mit langfristiger psychologischer Begleitung.
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Studien zeigen, dass geschlechtsangleichende Maßnahmen das psychische Wohlbefinden verbessern und das Risiko von Depressionen und Suizidalität verringern können.
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Das neue HHS-Dokument verneint jede Verbindung zwischen Geschlechtsdysphorie und Suizidrisiko – im Widerspruch zu bisheriger Forschung.
Fazit:
Der HHS-Bericht spaltet Fachwelt und Gesellschaft. Während konservative Gruppen ihn begrüßen, werfen Kritiker:innen der Regierung unter Kennedy Jr. vor, bewusst gegen medizinischen Konsens zu handeln und politisch motivierte Angriffe auf trans Jugendliche zu forcieren.