Der Jahresbericht zum Fonds Fight For Green Offensiv wurde von der Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Frankfurt am Main erstellt, die den Fonds als Kapitalverwaltungsgesellschaft verwaltet. Der Bericht zeigt einen weiterhin klar aktienorientierten, nachhaltigen Fonds mit Schwerpunkt auf klimabezogenen Qualitäts- und Wachstumswerten. Aus Anlegersicht auffällig sind jedoch der deutliche Mittelabfluss im Berichtszeitraum, ein negatives ordentliches Nettoergebnis und eine Kostenbelastung, die die laufenden Erträge übersteigt.
Ein externer Fondsmanager oder Anlageberater wird im Bericht nicht genannt. Der Fonds blieb im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. November 2025 bis 30. Juni 2026 deutlich auf Wachstumstitel und internationale Einzeltitel ausgerichtet, vor allem aus den USA und Europa.
Vermögen und Wertentwicklung
Das Fondsvermögen sank im Berichtszeitraum von 12.138.649,23 Euro auf 11.595.886,64 Euro. Der Rückgang erklärt sich nicht aus einer schwachen Wertentwicklung, sondern vor allem aus Netto-Mittelabflüssen von 955.532,55 Euro beim Hauptfonds beziehungsweise 902.260,68 Euro bei der I-Anteilklasse. Zugleich legte der Anteilwert dennoch zu: Der Hauptfonds stieg von 118,31 Euro auf 122,55 Euro, die I-Anteilklasse von 119,23 Euro auf 123,52 Euro.
Die Wertentwicklung war damit positiv, fiel aber moderat aus. Für die Anteilklassen weist der Bericht für das Rumpfgeschäftsjahr eine Performance von 3,58 Prozent für die R-Anteile und 3,60 Prozent für die I-Anteile aus. Das Ergebnis stammt nicht allein aus Kursgewinnen, sondern vor allem aus realisierten Veräußerungsgewinnen. Im gesamten Fonds wurden 1.138.029,16 Euro an realisierten Gewinnen erzielt, denen 343.482,95 Euro an realisierten Verlusten gegenüberstanden. Zusätzlich belasteten nicht realisierte Verluste das Ergebnis, sodass am Ende ein Gesamtergebnis von 384.804,77 Euro stand.
Für Anleger ist wichtig: Der Fonds erwirtschaftete zwar Gewinne aus dem Handel mit Aktien, zugleich blieb das ordentliche Nettoergebnis mit minus 26.587,75 Euro negativ. Die Erträge aus Dividenden und Zinsen reichten also nicht aus, um die laufenden Aufwendungen zu decken.
Kosten
Die laufenden Kosten sind für Anleger ein wesentlicher Punkt. Im Fonds fielen Verwaltungsvergütung, Verwahrstellenvergütung, Prüfungs- und Veröffentlichungskosten sowie weitere Aufwendungen an. Die Verwaltungsvergütung betrug im Hauptfonds 130.118,88 Euro, die Verwahrstellenvergütung 8.554,36 Euro und die Prüfungs- und Veröffentlichungskosten 7.721,66 Euro. Hinzu kamen Transaktionskosten von 7.522,99 Euro. Das ordentliche Nettoergebnis blieb dadurch negativ.
Die Gesamtkostenquote lag bei der R-Anteilklasse bei 1,92 Prozent und bei der I-Anteilklasse bei 1,32 Prozent. Das ist für einen aktienlastigen Themenfonds nicht ungewöhnlich, aber angesichts der nur moderaten Wertentwicklung durchaus spürbar. Positiv ist, dass keine Beratungsvergütung ausgewiesen wurde und keine Pauschalvergütungen an die Verwaltungsgesellschaft oder Dritte gezahlt wurden. Für die R-Anteilklasse ist außerdem ein Ausgabeaufschlag von 5,00 Prozent genannt; die I-Anteilklasse hat keinen Ausgabeaufschlag.
Portfolio und größte Positionen
Der Fonds blieb sehr stark in Aktien investiert. Zum 30. Juni 2026 entfielen 93,55 Prozent des Fondsvermögens auf Aktien; Bankguthaben machten 7,32 Prozent aus. Die regionale Streuung war international, mit einem klaren Schwerpunkt auf den USA, die 49,58 Prozent des Fondsvermögens ausmachten. Weitere wichtige Länder waren Deutschland mit 11,08 Prozent, Frankreich mit 6,34 Prozent, die Schweiz mit 5,75 Prozent, Norwegen mit 5,36 Prozent und Spanien mit 4,84 Prozent.
Branchenseitig lag der Fokus auf Halbleitern, Software, Industrie- und Maschinenbauwerten sowie Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien. Zu den größten Einzelpositionen zählten Advanced Micro Devices mit 7,69 Prozent, Alphabet mit 4,67 Prozent, Acciona mit 4,84 Prozent, Deere mit 3,50 Prozent, Novartis mit 3,35 Prozent, Nasdaq mit 3,29 Prozent, Storebrand mit 2,84 Prozent, CBRE mit 2,87 Prozent, S&P Global mit 1,67 Prozent, First Solar mit 3,01 Prozent und Church & Dwight mit 3,65 Prozent. Auch Givaudan, L’Oréal, Microsoft, Moody’s und QUALCOMM gehörten zu den relevanten Positionen.
Die Liquiditätsquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf 7,32 Prozent, nachdem sie zuvor bei 4,64 Prozent gelegen hatte. Aus Anlegersicht spricht das für etwas mehr Vorsicht im Umgang mit Marktrisiken. Der Fonds blieb aber klar offensiv aufgestellt und überschritt die Mindestaktienquote von 60 Prozent deutlich.
Risiken und Auffälligkeiten
Der Bericht nennt als wesentliche Risiken allgemeine Marktpreisrisiken, Aktienrisiken und Währungsrisiken. Für Anleger bedeutet das: Schwankungen an den Aktienmärkten, geopolitische Unsicherheiten und Wechselkursbewegungen können den Fonds spürbar beeinflussen. Der Bericht verweist ausdrücklich auf die Ukraine-Krise, Marktturbulenzen und Unsicherheiten an den Börsen. Zusätzlich nennt die Gesellschaft geopolitische Spannungen und ein anspruchsvolles Zinsumfeld als Belastungsfaktoren für Wachstumswerte.
Aus Anlegersicht auffällig ist der starke Nettomittelabfluss: Bei einem Rumpfgeschäftsjahr wurden netto 955.532,55 Euro abgezogen. Das ist im Verhältnis zur Fondsgröße erheblich und erklärt den Rückgang des Fondsvermögens trotz positiver Wertentwicklung. Zudem bleibt der ordentliche Ertrag negativ, was zeigt, dass der Fonds auf Kursgewinne angewiesen ist, um Erträge zu erzielen. Auch die Performance Fee von 45.214,54 Euro im Hauptfonds ist ein Kostenfaktor, der für Anleger relevant ist, weil er die Rendite mindert.
Strategisch hat sich der Fonds nicht grundlegend verändert, aber der Bericht beschreibt eine leichte Reduzierung der Aktienquote und eine breitere Streuung über Branchen und Regionen. Investiert wird weiterhin in Unternehmen mit wissenschaftsbasierten Klimazielen im Sinne der Science Based Targets initiative. Das Portfolio bleibt damit eng auf das Nachhaltigkeitsthema Klimaschutz ausgerichtet.
Fazit für Anleger
Die Anleger erhalten mit diesem Fonds ein klar nachhaltiges, offensiv ausgerichtetes Aktienportfolio mit internationalem Schwerpunkt und hohem USA-Anteil. Der Bericht zeigt zugleich: Die laufenden Erträge decken die Kosten nicht vollständig, und der Fonds ist auf Veräußerungsgewinne angewiesen. Ausschüttungen erfolgen nicht; die I-Anteilklasse ist ausschüttend ohne Zwischenausschüttung beschrieben, tatsächlich wurde für den Berichtszeitraum jedoch keine Gesamtausschüttung vorgenommen, sondern der ausschüttungsfähige Betrag vollständig auf neue Rechnung vorgetragen. Der Abschlussprüfer erteilte ein uneingeschränktes Prüfungsurteil und bestätigte, dass der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorgaben entspricht.