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Stiftungsfonds Wertvoll 1825 baut Vermögen aus, erzielt 15,06 Prozent Rendite – doch die Kosten bleiben spürbar

Die Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Frankfurt am Main hat als Kapitalverwaltungsgesellschaft den Jahresbericht für den Fonds Stiftungsfonds Wertvoll 1825 vorgelegt. Der Bericht zeigt für das Geschäftsjahr 2025/2026 eine deutlich verbesserte Vermögensentwicklung: Das Fondsvermögen stieg von 15,68 Millionen Euro auf 19,89 Millionen Euro, der Anteilwert legte von 49,53 Euro auf 55,99 Euro zu. Aus Anlegersicht ist vor allem wichtig: Das Plus kam nicht nur aus laufenden Erträgen, sondern vor allem aus realisierten Kursgewinnen und gestiegenen Marktwerten.

Ein externer Fondsmanager oder Anlageberater wird im Bericht nicht genannt. Die Anlageentscheidungen und die ESG-Umsetzung liegen damit nach den vorliegenden Angaben bei der verwaltenden Gesellschaft selbst; als Nachhaltigkeitsdatenanbieter wird ISS STOXX eingesetzt.

Vermögen und Wertentwicklung

Der Fonds verzeichnete im Berichtsjahr einen Netto-Mittelzufluss von 1,90 Millionen Euro. Zusätzlich flossen 316.207 Euro als Zwischenausschüttung ab. Der Bestand an umlaufenden Anteilen erhöhte sich deutlich von 316.584 auf 355.289 Stück. Das spricht für wiedergewonnenes Anlegerinteresse und passt zum gestiegenen Fondsvermögen. Für Privatanleger ist das positiv, weil der Fonds nicht nur durch Marktbewegungen, sondern auch durch Zuflüsse gewachsen ist.

Die Wertentwicklung betrug laut Bericht +15,06 Prozent. Der Vergleich mit dem Vorjahr ist ebenfalls günstig: Ende des Geschäftsjahres 2024/2025 lag der Anteilwert noch bei 49,53 Euro, nun bei 55,99 Euro. Das Anlageergebnis speiste sich aus mehreren Quellen. Der ordentliche Nettoertrag belief sich auf 123.919 Euro. Hinzu kamen 869.370 Euro aus Veräußerungsgeschäften sowie 1,63 Millionen Euro nicht realisiertes Ergebnis, vor allem aus gestiegenen Kursen der gehaltenen Wertpapiere. Aus Anlegersicht ist das robust, weil die Rendite nicht allein auf laufenden Zinsen beruhte, sondern auch auf einer aktiven und erfolgreichen Marktsteuerung.

Die Erträge summierten sich auf 345.155 Euro, die Aufwendungen auf 221.236 Euro. Damit blieb nach Kosten ein positiver ordentlicher Ertrag übrig. Besonders bedeutsam ist: Der Fonds erwirtschaftete also trotz Kosten einen Überschuss aus dem laufenden Geschäft, was für ein Mischportfolio aus Anleihen, Aktien und Fondsanteilen ein solides Bild ergibt.

Kosten

Die Gesamtkostenquote lag bei 1,22 Prozent. Das ist für einen aktiv gesteuerten Fonds mit Wertpapier- und Derivateeinsatz kein extrem hoher, aber auch kein niedriger Wert. Die Verwaltungsvergütung betrug 205.606 Euro und war damit der mit Abstand größte Aufwandsposten. Dazu kamen 6.811 Euro Verwahrstellenvergütung sowie 7.737 Euro Prüfungs- und Veröffentlichungskosten. Sonstige Aufwendungen fielen mit 1.051 Euro vergleichsweise gering aus; darunter waren unter anderem 1.579 Euro BaFin-Kosten.

Im Verhältnis zu den Erträgen fällt auf, dass die laufenden Aufwendungen rund 64 Prozent der Gesamterträge ausmachten. Das heißt für Anleger: Ein spürbarer Teil der Erträge wird durch Gebühren und Nebenkosten aufgezehrt, auch wenn der Fonds unter dem Strich klar positiv gearbeitet hat. Positiv ist, dass im Berichtsjahr keine Beratungsvergütung ausgewiesen wurde und keine Pauschalvergütungen an Dritte gezahlt wurden. Transaktionskosten von 7.004 Euro blieben ebenfalls überschaubar.

Portfolio und größte Positionen

Das Portfolio blieb klar rentenlastig, ergänzt um einen substanziellen Aktienanteil und kleinere Investmentanteile. Anleihen machten 61,27 Prozent des Fondsvermögens aus, Aktien 25,52 Prozent, Investmentanteile 8,67 Prozent. Bankguthaben lagen bei 4,19 Prozent, Derivate bei minus 0,09 Prozent. Die Liquiditätsquote war damit moderat; der Fonds ist investiert, hält aber einen Puffer für Umschichtungen und Rückgaben.

Regional lag der Schwerpunkt bei US-Aktien und europäischen Anleihen. Bei den Aktien entfielen 20,38 Prozent des Fondsvermögens auf US-Titel, gefolgt von kleineren Positionen in Deutschland, den Niederlanden und Spanien. Auf der Rentenseite dominieren Staats- und Unternehmensanleihen aus dem Euroraum. Die größten Einzelpositionen unter den Anleihen waren französische Staatsanleihen mit 1,59 Millionen Euro sowie weitere Titel aus Deutschland, Spanien, Portugal, Slowenien und Italien. Unter den Aktien fielen vor allem US-Werte wie Applied Materials, Intel, Western Digital, NVIDIA, JPMorgan Chase, Citigroup, Mastercard und Eli Lilly ins Gewicht; in Europa hielten sich Banken und Industriewerte die Waage.

Bei den Investmentanteilen dominierten der iShares VII Nikkei 225 UCITS ETF mit 1,17 Millionen Euro und der SPDR MSCI Europe Utilities ETF mit 552.344 Euro. Das zeigt, dass der Fonds nicht nur direkt investiert, sondern gezielt über ETFs regionale und sektorale Schwerpunkte setzt. Aus Anlegersicht ist das sinnvoll zur Streuung, erhöht aber auch die Komplexität der Steuerung.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt die klassischen Markt-, Zins-, Emittenten-, Bonitäts-, Aktien-, Währungs- und Derivate-Risiken. Für Anleger besonders relevant ist, dass der Fonds mit Anleihen und Aktien zugleich von Zinsänderungen wie auch von Kursbewegungen an den Aktienmärkten betroffen ist. Das Marktrisiko wurde im Jahresverlauf über Derivate abgesichert; das durchschnittliche Hebelmaß lag bei 1,03. Die Derivate dienten also eher der Steuerung und Absicherung als einer massiven Risikoerhöhung.

Aus Anlegersicht auffällig ist die starke Rotation im Aktienbereich: Die Gesellschaft erhöhte US-Aktien und japanische Aktien, reduzierte europäische Unternehmenswerte und realisierte später Gewinne, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Das deutet auf ein aktives Risikomanagement hin. Ebenfalls auffällig ist die hohe Gewichtung einzelner US-Technologietitel; auch wenn Gewinne realisiert wurden, bleibt hier ein Konzentrationsrisiko bestehen. Positiv ist, dass die im April 2026 angepassten Anlagebedingungen und die implementierten Liquiditätsmanagementinstrumente im Berichtsjahr nicht eingesetzt werden mussten.

Fazit für Anleger

Der Stiftungsfonds Wertvoll 1825 hat das Geschäftsjahr 2025/2026 mit klaren Vermögenszuwächsen, einer zweistelligen Rendite und einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Die Ausschüttung erfolgte als Zwischenausschüttung in Höhe von 316.207 Euro beziehungsweise 0,89 Euro je Anteil; ein Endausschüttungsbetrag fiel nicht an. Der unabhängige Abschlussprüfer bescheinigt dem Jahresbericht, dass er in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorgaben entspricht und ein umfassendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse des Fonds vermittelt.

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