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Windpark Steinhausen III entschuldet sich weiter – doch bei 663.000 Euro Verbindlichkeiten ist der Abschluss erklärungsbedürftig
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Windpark Steinhausen III entschuldet sich weiter – doch bei 663.000 Euro Verbindlichkeiten ist der Abschluss erklärungsbedürftig

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Der Jahresabschluss 2025 der Windpark Steinhausen III GmbH & Co. KG aus Zetel zeigt eine Gesellschaft mit weiterhin solider Eigenkapitalausstattung, sinkenden Schulden und einer komfortablen Liquiditätsposition.

Die Verbindlichkeiten wurden innerhalb eines Jahres um mehr als 212.000 Euro reduziert. Gleichzeitig verfügt die Gesellschaft über rund 436.000 Euro Bankguthaben und eine rechnerische Eigenkapitalquote von knapp 70 Prozent.

Für Anleger sind das zunächst positive Signale.

Beim genaueren Blick fällt allerdings eine Darstellung im Abschluss auf: Die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten passen in der veröffentlichten Tabelle nicht sauber zusammen. Zudem bezeichnet die eigentliche Bilanz sämtliche Verbindlichkeiten als innerhalb eines Jahres fällig, obwohl der Anhang offenbar 400.000 Euro Bankverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen zwei und fünf Jahren ausweist.

Das ist kein Beleg für ein Finanzproblem. Es ist aber eine Angabe, die Anleger erklärt bekommen sollten.

Eigenkapitalquote knapp 70 Prozent

Zum 31. Dezember 2025 beträgt die Bilanzsumme der Gesellschaft 2.331.500,45 Euro.

Davon entfallen 1.621.680,13 Euro auf Eigenkapital.

Die rechnerische Eigenkapitalquote liegt damit bei rund 69,6 Prozent.

Das ist für eine Windpark-Projektgesellschaft eine komfortable Kapitalausstattung.

Ende 2024 hatte das Eigenkapital noch 1.684.364,45 Euro betragen.

Damit ist es innerhalb eines Jahres allerdings um 62.684,32 Euro gesunken.

Die Eigenkapitalquote hat sich trotzdem verbessert, weil die gesamte Bilanzsumme noch stärker zurückgegangen ist.

Sie sank von rund 2,606 Millionen Euro auf 2,332 Millionen Euro.

Eigenkapitalrückgang nicht automatisch ein Verlust

Für Anleger ist der Rückgang des Eigenkapitals durchaus interessant.

Er sollte allerdings nicht mit einem Jahresverlust von rund 62.700 Euro gleichgesetzt werden.

Die Bilanz weist keinen Bilanzgewinn oder Bilanzverlust aus. Zudem können sich die Kapitalanteile einer Kommanditgesellschaft durch Ergebniszuweisungen, Ausschüttungen, Entnahmen oder andere Bewegungen auf den Gesellschafterkonten verändern.

Da die konkreten Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung in den vorliegenden Angaben fehlen, lässt sich die Ursache des Eigenkapitalrückgangs nicht abschließend bestimmen.

Gerade für Anleger wären deshalb Jahresüberschuss und tatsächlich geleistete Ausschüttungen wichtige Zusatzinformationen.

Schulden sinken um mehr als 212.000 Euro

Deutlich positiv ist die Entwicklung der Verbindlichkeiten.

Ende 2024 lagen diese noch bei 876.046,50 Euro.

Zum Jahresende 2025 waren es nur noch 663.284,32 Euro.

Damit wurden innerhalb eines Jahres 212.762,18 Euro Verbindlichkeiten abgebaut.

Das entspricht einem Rückgang von rund 24,3 Prozent.

Damit setzt sich die Entschuldung der Gesellschaft deutlich fort.

Für Anleger ist das grundsätzlich erfreulich, weil Zins- und Tilgungsbelastungen mit fortschreitender Rückführung der Projektfinanzierung tendenziell an Bedeutung verlieren.

Noch 600.000 Euro Bankfinanzierung

Aus dem Verbindlichkeitenspiegel lässt sich erkennen, dass zum Bilanzstichtag offenbar noch 600.000 Euro Bankverbindlichkeiten bestanden.

Davon sollen 200.000 Euro innerhalb eines Jahres und weitere 400.000 Euro innerhalb von zwei bis fünf Jahren fällig sein.

Hinzu kommen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten.

Insgesamt ergeben sich so die bilanzierten 663.284,32 Euro.

Damit befindet sich die Gesellschaft bereits in einer weit fortgeschrittenen Phase der ursprünglichen Projektfinanzierung.

Die Finanzierungszusage stammt vom 13. Dezember 2011.

Mehr als ein Jahrzehnt später ist die verbleibende Bankschuld auf 600.000 Euro reduziert.

Doch die Bilanz bezeichnet alle Schulden als kurzfristig

Genau hier fällt eine widersprüchliche Darstellung auf.

In der Handelsbilanz steht unter den gesamten Verbindlichkeiten von 663.284,32 Euro:

„davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 663.284,32 Euro“

Danach wären sämtliche Verbindlichkeiten kurzfristig.

Der Anhang zeichnet jedoch ein anderes Bild.

Dort werden offenbar 400.000 Euro Bankverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen zwei und fünf Jahren ausgewiesen.

Damit könnten nicht gleichzeitig sämtliche 663.284,32 Euro innerhalb eines Jahres fällig sein.

Für die Liquiditätsanalyse ist dieser Unterschied wesentlich.

Auch der Verbindlichkeitenspiegel selbst ist auffällig dargestellt

Hinzu kommt ein zweites Problem.

Die veröffentlichte Tabelle zu den Restlaufzeiten wirkt spaltenmäßig verschoben.

In der Zeile „bis zu 1 Jahr“ steht beispielsweise in der Spalte „Summe“ ein Betrag von 200.000 Euro.

In den weiteren Spalten erscheinen gleichzeitig:

46.856,90 Euro sonstige Verbindlichkeiten,

16.427,42 Euro Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

und 263.284,32 Euro Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Diese Zahlen können in dieser Zuordnung nicht gleichzeitig stimmen.

Auch die Zeile „Gesamtbetrag“ nennt in der Summenspalte 600.000 Euro, obwohl die gesamten bilanzierten Verbindlichkeiten 663.284,32 Euro betragen.

Wahrscheinlich sind Spalten verrutscht

Aus den Gesamtzahlen lässt sich jedoch eine plausible Struktur rekonstruieren.

Offenbar dürfte gemeint sein:

Bankverbindlichkeiten insgesamt: 600.000 Euro

davon bis ein Jahr: 200.000 Euro

davon zwei bis fünf Jahre: 400.000 Euro

zuzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 46.856,90 Euro

und sonstigen Verbindlichkeiten von 16.427,42 Euro.

Dann ergeben sich insgesamt exakt:

663.284,32 Euro.

Die innerhalb eines Jahres fälligen Verpflichtungen würden sich entsprechend auf:

200.000 Euro Bank,

46.856,90 Euro Lieferanten

und 16.427,42 Euro sonstige Verbindlichkeiten

summieren.

Das ergibt 263.284,32 Euro.

Diese Interpretation passt rechnerisch zur Gesamtbilanz.

Sie sollte aber als Rekonstruktion der offensichtlich missverständlich dargestellten Tabelle verstanden werden – nicht als zusätzliche Information, die ausdrücklich so im Abschluss steht.

Für Anleger macht das einen großen Unterschied

Ob kurzfristig 663.284 Euro oder lediglich rund 263.284 Euro fällig sind, ist für die Beurteilung der Liquidität erheblich.

Ende 2025 verfügte die Gesellschaft über 436.433,51 Euro Bankguthaben.

Wenn nur rund 263.000 Euro Verbindlichkeiten kurzfristig fällig sind, übersteigt allein die vorhandene Bankliquidität diese Verpflichtungen deutlich.

Zusätzlich gibt es Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von 116.035,94 Euro.

Das gesamte Umlaufvermögen beträgt damit 552.469,45 Euro.

Unter dieser Annahme wirkt die kurzfristige Finanzlage ausgesprochen komfortabel.

Wären hingegen tatsächlich alle 663.284 Euro innerhalb eines Jahres fällig, wäre die Situation deutlich weniger bequem.

Gerade deshalb sollte die Laufzeitendarstellung korrigiert beziehungsweise erläutert werden.

Keine Grundlage für Alarmismus

Aus der widersprüchlichen Darstellung sollte allerdings nicht auf eine Liquiditätskrise geschlossen werden.

Die übrigen Zahlen sprechen eher dagegen.

Die Bankguthaben liegen bei mehr als 436.000 Euro.

Die Schulden wurden im Geschäftsjahr um mehr als 212.000 Euro reduziert.

Das Eigenkapital beträgt mehr als 1,6 Millionen Euro.

Und nach der rechnerisch plausiblen Interpretation des Anhangs bestehen nur noch 400.000 Euro längerfristige Bankschulden.

Die Auffälligkeit ist daher in erster Linie ein Transparenz- und Darstellungsproblem.

Liquidität bleibt hoch

Auch unabhängig von der Laufzeitenfrage ist die Liquiditätsposition beachtlich.

Die Bankguthaben beliefen sich Ende 2024 auf 450.200,95 Euro.

Ende 2025 waren es 436.433,51 Euro.

Der Rückgang beträgt lediglich rund 13.767 Euro.

Das ist deshalb bemerkenswert, weil gleichzeitig mehr als 212.000 Euro Verbindlichkeiten abgebaut wurden.

Der Windpark hat also seine Verschuldung deutlich reduziert, ohne dass die ausgewiesene Liquidität entsprechend stark zurückgegangen wäre.

Ohne Kapitalflussrechnung lässt sich nicht sagen, aus welchen konkreten Zahlungsströmen dies finanziert wurde.

Für Anleger ist die Entwicklung dennoch grundsätzlich positiv.

Anlagevermögen verliert 238.111 Euro

Das Anlagevermögen sank von 1.834.941 Euro auf 1.596.830 Euro.

Der Rückgang beträgt exakt 238.111 Euro.

Genau dieser Betrag wird im Anlagenspiegel als Abschreibung des Geschäftsjahres ausgewiesen.

Neue Investitionen gab es nicht.

Auch Abgänge wurden nicht verzeichnet.

Die Veränderung des Anlagevermögens lässt sich daher vollständig durch die laufende Abschreibung erklären.

Mehr als 3,1 Millionen Euro bereits abgeschrieben

Die historischen Anschaffungskosten des Anlagevermögens liegen bei insgesamt 4.705.400 Euro.

Davon entfallen 4.555.400 Euro auf Betriebsvorrichtungen und 150.000 Euro auf Rechte und Konzessionen.

Bis Ende 2025 wurden bereits 3.108.570 Euro abgeschrieben.

Damit sind rund 66 Prozent der ursprünglichen Anschaffungskosten bilanziell verbraucht.

Der verbleibende Buchwert beträgt knapp 1,597 Millionen Euro.

Das zeigt, dass sich Steinhausen III in einer fortgeschrittenen Phase seines wirtschaftlichen Lebenszyklus befindet.

Neue Investitionen: Fehlanzeige

2025 wurden keine neuen Anlagen aktiviert.

Das muss zunächst nichts Negatives bedeuten.

Wenn die bestehenden Windenergieanlagen technisch zuverlässig arbeiten, besteht nicht zwingend Anlass für größere Investitionen.

Mit fortschreitendem Anlagenalter werden für Anleger jedoch andere Informationen wichtiger.

Wie hoch ist die technische Verfügbarkeit?

Welche größeren Reparaturen sind in den kommenden Jahren zu erwarten?

Wie lange kann der Windpark noch wirtschaftlich betrieben werden?

Und ist irgendwann ein Repowering vorgesehen?

Der Jahresabschluss beantwortet diese Fragen nicht.

Die Bank besitzt umfangreiche Sicherheiten

Die verbleibenden Bankkredite sind durch ein umfangreiches Sicherheitspaket abgesichert.

Dazu gehören Eintrittsrechte in langfristige Nutzungs- und Pachtverträge, Dienstbarkeiten für die Windenergieanlagen sowie Wege- und Leitungsrechte.

Außerdem sind sämtliche Vergütungsansprüche für die Einspeisung von Strom abgetreten.

Auch Ansprüche aus Erlöspoolungsverträgen, Kaufverträgen mit ENERCON, Generalübernehmer-, Infrastruktur- und Projektentwicklungsverträgen dienen als Sicherheiten.

Hinzu kommen Ansprüche aus dem ENERCON-Vollwartungsvertrag und aus Versicherungen.

Sogar die Liquiditätsreserve für windschwache Monate wurde verpfändet.

Das ist bei einer klassischen Projektfinanzierung grundsätzlich keine ungewöhnliche Konstruktion.

Anleger sollten aber wissen, dass die finanzierende Bank umfangreiche Sicherungsrechte an den zentralen Vermögenswerten und Zahlungsströmen des Projekts besitzt.

Nur noch 600.000 Euro Bankschulden relativieren das Risiko

Entscheidend ist dabei allerdings die Größenordnung.

Diesen umfassenden Sicherheiten stehen offenbar nur noch 600.000 Euro Bankverbindlichkeiten gegenüber.

Der ursprüngliche Kredit dürfte damit bereits zu einem erheblichen Teil getilgt sein.

Je weiter dieser Betrag sinkt, desto geringer wird grundsätzlich auch die wirtschaftliche Bedeutung der Fremdfinanzierung.

Für Anleger könnte damit in den kommenden Jahren die technische Entwicklung des Windparks wichtiger werden als die Bankenfinanzierung.

Rückstellungen bleiben überschaubar

Die Rückstellungen stiegen leicht von 45.373,50 Euro auf 46.536 Euro.

Der Anstieg beträgt rund 1.163 Euro.

Gemessen an der Bilanzsumme handelt es sich um einen kleinen Posten.

Welche konkreten Risiken oder Verpflichtungen darin enthalten sind, wird im veröffentlichten Abschluss nicht näher erläutert.

Aus der Größenordnung ergibt sich jedoch kein offensichtlicher besonderer Belastungsfaktor.

Keine Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden außerdem keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.

Das bedeutet, dass keine entsprechenden Bürgschaften oder vergleichbaren Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen wurden.

Auch dieser Punkt ist aus Anlegersicht grundsätzlich positiv.

Die entscheidende Information fehlt: Wie profitabel ist Steinhausen III?

Die größte Schwäche einer Analyse anhand dieses Abschlusses liegt allerdings nicht in der Bilanz.

Sie liegt in den fehlenden Ertragsdaten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde zwar laut Anhang nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Ihre konkreten Zahlen sind in den vorliegenden Angaben jedoch nicht enthalten.

Damit bleibt offen:

Wie hoch waren die Stromerlöse 2025?

Wie viel Strom wurde produziert?

Welche Wartungs- und Reparaturkosten entstanden?

Wie hoch waren Zinsen und sonstige Finanzierungskosten?

Welcher Jahresüberschuss wurde erzielt?

Und wie viel Geld wurde tatsächlich an die Kommanditisten ausgeschüttet?

Für einen Anleger sind diese Zahlen mindestens genauso wichtig wie die Bilanz.

Ein nahezu entschuldeter Windpark kann besonders interessant werden

Mit fortschreitender Tilgung kann sich die wirtschaftliche Charakteristik eines Windparks erheblich verändern.

In der frühen Projektphase fließt ein erheblicher Teil der erwirtschafteten Liquidität an Banken.

Je geringer die Restschuld wird, desto mehr potenzieller Cashflow könnte grundsätzlich für Rücklagen, Investitionen oder Ausschüttungen zur Verfügung stehen.

Steinhausen III besitzt offenbar nur noch 600.000 Euro Bankschulden.

Wenn die Anlagen weiterhin zuverlässig produzieren und keine außergewöhnlichen Kosten entstehen, könnte der zunehmende Schuldenabbau deshalb grundsätzlich attraktiv für die Gesellschafter sein.

Ob tatsächlich hohe freie Zahlungsüberschüsse entstehen, lässt sich ohne Ergebnis- und Cashflowdaten allerdings nicht beurteilen.

Anleger sollten deshalb fünf Fragen stellen

Für Kommanditisten sind aus dem Abschluss insbesondere fünf Fragen wichtig.

Erstens: Warum bezeichnet die Handelsbilanz sämtliche 663.284,32 Euro Verbindlichkeiten als innerhalb eines Jahres fällig, obwohl der Anhang offenbar 400.000 Euro mit zwei bis fünf Jahren Laufzeit nennt?

Zweitens: Warum ist der Verbindlichkeitenspiegel in seiner veröffentlichten Spaltenzuordnung rechnerisch nicht schlüssig?

Drittens: Warum ist das Eigenkapital um rund 62.700 Euro gesunken – und welche Rolle spielten dabei Ausschüttungen oder Entnahmen?

Viertens: Welchen Jahresüberschuss und welchen tatsächlichen Cashflow hat der Windpark 2025 erwirtschaftet?

Fünftens: Wie lange sollen die inzwischen zu rund zwei Dritteln abgeschriebenen Windenergieanlagen noch betrieben werden?

Gerade diese Antworten würden Anlegern eine deutlich bessere Beurteilung der wirtschaftlichen Perspektive ermöglichen.

Interessanter Vergleich mit Steinhausen II

Auffällig sind die Parallelen zur Windpark Steinhausen II GmbH & Co. KG.

Beide Gesellschaften weisen historische Anlagekosten von rund 4,7 Millionen Euro auf.

Beide schreiben jährlich rund 238.000 Euro ab.

Beide verfügen Ende 2025 offenbar über genau 600.000 Euro Bankverbindlichkeiten.

Und bei beiden findet sich eine widersprüchliche beziehungsweise missverständlich dargestellte Laufzeitangabe zwischen Handelsbilanz und Anhang.

Steinhausen III verfügt allerdings mit rund 436.000 Euro über deutlich mehr Bankguthaben als Steinhausen II mit rund 259.000 Euro.

Auch die Eigenkapitalausstattung ist bei Steinhausen III mit rund 1,62 Millionen Euro höher.

Damit erscheint Steinhausen III anhand der reinen Stichtagsbilanz etwas komfortabler ausgestattet.

Ein Renditevergleich ist daraus allerdings nicht möglich, weil dafür die jeweiligen Ertrags- und Ausschüttungszahlen fehlen.

Fazit: Starke Bilanz – aber die Schuldenlaufzeiten sollten sauber erklärt werden

Der Jahresabschluss 2025 von Windpark Steinhausen III zeichnet grundsätzlich das Bild einer solide finanzierten und fortschreitend entschuldeten Windparkgesellschaft.

Die Verbindlichkeiten wurden innerhalb eines Jahres um 212.762 Euro beziehungsweise rund 24 Prozent reduziert.

Dem stehen mehr als 1,62 Millionen Euro Eigenkapital und rund 436.000 Euro Bankguthaben gegenüber.

Die Eigenkapitalquote beträgt rechnerisch knapp 70 Prozent.

Das sind starke Bilanzkennzahlen.

Kritikwürdig ist weniger die Finanzlage als die Darstellung der Verbindlichkeiten.

Die Handelsbilanz weist sämtliche 663.284,32 Euro als kurzfristig aus. Der Anhang deutet dagegen darauf hin, dass nur rund 263.284 Euro innerhalb eines Jahres fällig sind und weitere 400.000 Euro erst innerhalb von zwei bis fünf Jahren.

Zusätzlich ist die veröffentlichte Restlaufzeitentabelle offenbar spaltenmäßig verschoben und in der dargestellten Form rechnerisch nicht schlüssig.

Das ist kein Beweis für ein wirtschaftliches Problem.

Aber bei einem Jahresabschluss sollten Anleger erwarten können, dass gerade die Fälligkeit der Bankverbindlichkeiten eindeutig nachvollziehbar dargestellt wird.

Die wirtschaftlich größere Zukunftsfrage liegt ohnehin an anderer Stelle.

Von ursprünglich rund 4,71 Millionen Euro Anlagevermögen sind bereits mehr als 3,1 Millionen Euro abgeschrieben. Neue Investitionen gab es 2025 nicht.

Steinhausen III wird damit zunehmend zu einem weitgehend entschuldeten Bestandswindpark.

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