Die Windpark Herrenhausen-Hullenhausen Beteiligungs GmbH aus Bremen hat ihren Jahresabschluss für 2025 veröffentlicht. Die Gesellschaft gehört zum Konzern der wpd GmbH. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Die Bilanz ist klein – doch bei Eigenkapital und Jahresergebnis gibt es deutliche Veränderungen.
Jahresverlust steigt kräftig
Besonders auffällig ist der Jahresfehlbetrag. Dieser erhöhte sich von 2.167,11 Euro im Jahr 2024 auf 3.887,10 Euro im Jahr 2025. Das entspricht einem Anstieg von rund 79 Prozent.
Gleichzeitig wächst der angesammelte Verlustvortrag. Er stieg von 7.645,02 Euro auf 9.812,13 Euro.
Die Folge lässt sich unmittelbar am Eigenkapital ablesen: Obwohl das gezeichnete Kapital unverändert 25.000 Euro beträgt, sank das ausgewiesene Eigenkapital innerhalb eines Jahres von 15.187,87 Euro auf nur noch 11.300,77 Euro – ein Rückgang um gut ein Viertel.
Auch die Bilanz wird kleiner
Die Bilanzsumme verringerte sich ebenfalls deutlich. Ende 2024 standen noch 16.865,96 Euro in den Büchern, zum 31. Dezember 2025 waren es nur noch 12.715,47 Euro.
Auf der Aktivseite befinden sich lediglich zwei wesentliche Positionen: 5.000 Euro Finanzanlagen sowie 7.715,47 Euro liquide Mittel.
Bemerkenswert ist dabei der Rückgang der Bank- und Kassenbestände. Diese lagen Ende 2024 noch bei 11.865,96 Euro und damit rund 4.150 Euro höher.
Keine Verbindlichkeiten ausgewiesen
Auf der anderen Seite fällt ein positiver Punkt auf: In der veröffentlichten Bilanz werden keine Verbindlichkeiten ausgewiesen. Neben dem Eigenkapital stehen lediglich Rückstellungen von 1.414,70 Euro auf der Passivseite.
Damit unterscheidet sich die Gesellschaft deutlich von operativen Windparkgesellschaften mit hohen Bank-, Projekt- oder Gesellschafterverbindlichkeiten.
Das erklärt sich allerdings auch aus ihrer Funktion: Es handelt sich um eine Beteiligungsgesellschaft. Die Finanzanlagen werden laut Anhang als Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bilanziert.
Teil des wpd-Konzerns
Die Gesellschaft gehört zum Konzern der wpd GmbH mit Sitz in Bremen und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Geschäftsführer ist Dr. Gernot Blanke.
Der Jahresabschluss wurde bereits am 20. April 2026 festgestellt und am 24. August 2026 veröffentlicht.
Kleine Gesellschaft – aber auffällige Entwicklung
Auf den ersten Blick wirken Beträge von wenigen Tausend Euro bei einem Windpark-Unternehmen ungewöhnlich niedrig. Entscheidend ist jedoch, dass hier nicht die Bilanz eines großen operativen Windparks betrachtet wird, sondern die einer Beteiligungsgesellschaft.
Trotzdem lohnt sich der Blick auf die Entwicklung: Steigender Jahresverlust, wachsender Verlustvortrag und ein Eigenkapital, das innerhalb eines Jahres um rund 26 Prozent zurückgegangen ist.
Noch ist das Eigenkapital mit rund 11.300 Euro positiv. Setzt sich die Verlustentwicklung der vergangenen Jahre allerdings fort, dürfte gerade diese Position bei den kommenden Jahresabschlüssen interessant werden.