Die Windpark Achtrup GmbH & Co. KG hat 2025 einen Jahresüberschuss von 410.732,57 Euro erzielt. Im Vorjahr waren es 422.037,40 Euro. Damit sank der Gewinn nur moderat um rund 11.300 Euro beziehungsweise knapp 2,7 Prozent.
Trotz dieses Rückgangs bleibt die Ertragslage stabil. Die Gesellschaft weist erneut einen Jahresgewinn von mehr als 400.000 Euro aus und setzt damit die positive Ergebnisentwicklung fort.
Bilanzsumme sinkt auf 7,32 Millionen Euro
Die Bilanzsumme verringerte sich von 7,83 Millionen Euro auf 7,32 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund 518.000 Euro.
Der Hauptgrund liegt im niedrigeren Buchwert der Sachanlagen. Diese gingen von 6,70 Millionen Euro auf 5,96 Millionen Euro zurück.
Bei einem Windpark ist diese Entwicklung grundsätzlich typisch. Die Anlagen werden planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Der sinkende Buchwert bedeutet daher nicht automatisch, dass der Windpark weniger leistungsfähig geworden ist, sondern spiegelt in erster Linie die handelsrechtliche Abschreibung wider.
Fast 900.000 Euro liquide Mittel
Besonders positiv fällt die Entwicklung der Liquidität auf. Die Kassen- und Bankguthaben stiegen von 625.607,79 Euro auf 897.797,36 Euro.
Das ist ein Plus von mehr als 272.000 Euro beziehungsweise rund 43,5 Prozent.
Damit verfügt die Gesellschaft zum Jahresende über eine deutlich größere finanzielle Reserve als noch zwölf Monate zuvor.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gingen dagegen von 374.562,52 Euro auf 322.244,09 Euro zurück.
Verbindlichkeiten sinken um mehr als eine halbe Million Euro
Auch auf der Finanzierungsseite hat sich die Lage verbessert.
Die Verbindlichkeiten sanken von 6.030.059,85 Euro auf 5.467.069,57 Euro. Damit wurden innerhalb eines Jahres rund 563.000 Euro Schulden abgebaut.
Bemerkenswert ist die Kombination aus sinkenden Verbindlichkeiten und gleichzeitig deutlich steigenden Bankguthaben. Das spricht dafür, dass die Gesellschaft 2025 nicht nur laufende Verpflichtungen bedienen konnte, sondern zugleich zusätzliche Liquidität aufgebaut hat.
Unter den Verbindlichkeiten befinden sich laut Anhang Gesellschafterdarlehen der Kommanditisten in Höhe von 887.818,32 Euro.
Eigenkapital bleibt solide
Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 1.115.127,59 Euro. Hinzu kommen Gewinnrücklagen von 63.632,03 Euro sowie der Jahresüberschuss von 410.732,57 Euro.
Damit ergibt sich rechnerisch ein Eigenkapital von rund 1,59 Millionen Euro.
Gemessen an der Bilanzsumme entspricht dies einer Eigenkapitalquote von ungefähr 21,7 Prozent.
Für eine kapitalintensive Windparkgesellschaft ist damit weiterhin ein erheblicher Anteil der Finanzierung durch Fremdkapital geprägt, gleichzeitig stärkt der laufende Gewinn das Eigenkapital.
Rückstellungen steigen
Die Rückstellungen erhöhten sich von 202.828 Euro auf 258.815 Euro.
Den größten Teil davon bildet die Rückstellung für den späteren Rückbau der Windenergieanlagen. Sie beträgt 245.025 Euro.
Zusätzlich wurden 4.970 Euro für Jahresabschluss und Steuererklärungen zurückgestellt.
Die Rückbauverpflichtung ist bei Windparks besonders relevant, da nach Ende der Betriebsdauer Kosten für Demontage und Wiederherstellung der Flächen entstehen können.
Windpark verdient trotz sinkender Anlagenwerte
Der Abschluss zeigt damit ein typisches Bild eines etablierten Windparks: Der Buchwert der Anlagen sinkt durch Abschreibungen, während die Gesellschaft weiterhin Gewinne erzielt.
Die Sachanlagen verloren bilanziell rund 744.000 Euro an Wert, dennoch blieb ein Jahresüberschuss von mehr als 410.000 Euro.
Das deutet darauf hin, dass der operative Betrieb weiterhin ausreichend Erträge liefert, um laufende Kosten, Finanzierung und Abschreibungen zu tragen.
Solide Entwicklung mit klarer Tendenz
Insgesamt fällt der Jahresabschluss 2025 positiv aus.
Die Gesellschaft erzielt erneut einen Gewinn von mehr als 400.000 Euro, reduziert ihre Verbindlichkeiten deutlich und baut ihre Liquidität kräftig aus.
Dem stehen vor allem der planmäßige Rückgang des Anlagevermögens und höhere Rückstellungen gegenüber.