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Windpark Osterrade baut Schulden deutlich ab

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die Windpark Osterrade Beteiligungs-GmbH & Co. KG aus Bovenau hat ihre Bilanz im Geschäftsjahr 2025 deutlich verkürzt und gleichzeitig ihre Verbindlichkeiten kräftig reduziert. Nach dem veröffentlichten Jahresabschluss sank die Bilanzsumme von 10,45 Millionen Euro auf 9,00 Millionen Euro.

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung auf der Passivseite: Die Verbindlichkeiten gingen von rund 8,02 Millionen Euro Ende 2024 auf 6,40 Millionen Euro zum 31. Dezember 2025 zurück. Das entspricht einem Rückgang um rund 1,62 Millionen Euro beziehungsweise 20 Prozent.

Eigenkapital steigt auf 2,32 Millionen Euro

Parallel zum Schuldenabbau erhöhte sich das ausgewiesene Eigenkapital. Die Kapitalanteile der Kommanditisten stiegen von 2,17 Millionen Euro auf 2,32 Millionen Euro. Damit erhöhte sich die rechnerische Eigenkapitalquote von rund 20,8 Prozent auf 25,7 Prozent.

Das gesellschaftsvertragliche Kommanditkapital beträgt nach Angaben im Anhang 1.085.000,01 Euro und ist vollständig eingezahlt.

Die Rückstellungen nahmen leicht von 262.518 Euro auf 279.819 Euro zu. Sie betreffen unter anderem erwartete Kosten für Jahresabschluss und Steuererklärungen sowie den späteren Rückbau des Windparks.

Windenergieanlagen verlieren bilanziell an Wert

Auf der Aktivseite macht sich insbesondere die planmäßige Abschreibung der Windenergieanlagen bemerkbar. Das Sachanlagevermögen verringerte sich von 8,78 Millionen Euro auf 7,42 Millionen Euro. Für die Windenergieanlagen legt die Gesellschaft eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 16 Jahren zugrunde.

Zusammen mit unveränderten Finanzanlagen von 385.000 Euro belief sich das gesamte Anlagevermögen Ende 2025 auf 7,80 Millionen Euro, nach 9,17 Millionen Euro im Vorjahr.

Damit entfallen weiterhin knapp 87 Prozent der Bilanzsumme auf langfristig gebundenes Anlagevermögen.

Bankverbindlichkeiten weiterhin größter Schuldenposten

Trotz des Schuldenabbaus bleibt die Fremdfinanzierung erheblich. Von den insgesamt 6,40 Millionen Euro Verbindlichkeiten entfallen 5,86 Millionen Euro auf Kreditinstitute.

Von sämtlichen Verbindlichkeiten sind rund 2,11 Millionen Euro innerhalb eines Jahres fällig. Weitere 4,30 Millionen Euro haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen laut Anhang nicht.

Die Bankverbindlichkeiten von 5,86 Millionen Euro sind vollständig durch Pfandrechte oder vergleichbare Sicherheiten abgesichert.

Forderungen gegenüber der Komplementärin

Das Umlaufvermögen belief sich zum Jahresende auf rund 1,19 Millionen Euro und blieb damit gegenüber dem Vorjahr relativ stabil. Innerhalb dieses Postens gingen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 948.019 Euro auf 817.960 Euro zurück.

Bemerkenswert ist die enge finanzielle Verflechtung mit der persönlich haftenden Gesellschafterin: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Komplementärin beliefen sich auf 715.405,92 Euro. Im Vorjahr waren es noch 869.326,75 Euro.

Gleichzeitig erhöhte sich der Bestand an liquiden Mitteln von 271.289 Euro auf 370.938 Euro.

Keine eigenen Arbeitnehmer

Die Geschäfte werden von der Windpark Osterrade GmbH als Komplementärin geführt. Geschäftsführer sind Henning Holst und Heinrich von der Decken. Die Komplementärgesellschaft erhält für die Übernahme ihres Haftungsrisikos eine jährliche Vergütung von 5.000 Euro und ist nicht an möglichen Verlusten beteiligt.

Eigene Arbeitnehmer beschäftigte die Windparkgesellschaft im Geschäftsjahr 2025 nicht.

Der Jahresabschluss wurde am 24. Juni 2026 festgestellt.

Insgesamt weist die Bilanz für 2025 vor allem auf einen fortschreitenden Abbau der Fremdfinanzierung hin. Während das Anlagevermögen durch Abschreibungen deutlich zurückgeht, sinken die Verbindlichkeiten noch stärker und die Eigenkapitalquote verbessert sich. Angaben zu Umsatz und Jahresergebnis enthält das vorliegende veröffentlichte Zahlenwerk allerdings nicht.

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