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Sparkasse München beim Tagesgeld abgeschlagen: 0,40 Prozent Zinsen liegen deutlich unter dem Markt

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Wer sein Erspartes auf einem Tagesgeldkonto der Stadtsparkasse München parkt, erhält aktuell lediglich 0,40 Prozent Zinsen pro Jahr. Damit gehört das Angebot derzeit zu den Schlusslichtern im deutschen Tagesgeldmarkt. Während viele Direktbanken Neukunden mit Zinssätzen von über drei Prozent locken, bleibt die Münchner Sparkasse bei ihrem variablen Zinssatz deutlich zurück. Für renditeorientierte Sparer bedeutet das je nach Anlagesumme einen Unterschied von mehreren hundert oder sogar tausend Euro pro Jahr.

Große Unterschiede bei den Zinserträgen

Die Konditionen der Stadtsparkasse München gelten für Einlagen zwischen einem Euro und maximal 500.000 Euro. Das Tagesgeldkonto ist kostenlos, das Guthaben kann jederzeit ohne Kündigungsfrist verfügt werden und die Verwaltung erfolgt wahlweise über das Online-Banking, die Sparkassen-App oder persönlich in einer Filiale. Zusätzlich bietet die Sparkasse sogenannte virtuelle Spartöpfe an, mit denen Kunden verschiedene Sparziele innerhalb ihres Kontos organisieren können.

Der Zinssatz fällt jedoch im Vergleich zum Wettbewerb äußerst niedrig aus. So erhalten Neukunden bei mehreren Direktbanken derzeit 3,50 Prozent Zinsen – teilweise für bis zu sechs Monate und auf Einlagen zwischen 200.000 und 250.000 Euro. Im Vergleich zur Sparkasse München ergibt sich damit eine Zinsdifferenz von mehr als drei Prozentpunkten.

Mehrere hundert Euro Unterschied pro Jahr

Wie groß der finanzielle Unterschied sein kann, zeigt ein einfaches Beispiel: Wer 50.000 Euro für ein Jahr zu 0,40 Prozent anlegt, erhält lediglich rund 200 Euro Zinsen vor Steuern. Bei einem Zinssatz von 3,50 Prozent wären es dagegen rund 1.750 Euro. Der Unterschied beträgt damit rund 1.550 Euro innerhalb eines Jahres.

Gerade in Zeiten hoher Sparzinsen raten Verbraucherschützer deshalb dazu, bestehende Tagesgeldkonten regelmäßig zu überprüfen und Angebote verschiedener Banken miteinander zu vergleichen.

Kontoeröffnung nicht vollständig digital

Auch bei der Kontoeröffnung gibt es Einschränkungen. Online eröffnen können das Tagesgeldkonto nur Kunden, die bereits über ein Girokonto bei der Stadtsparkasse München, einen Online-Banking-Zugang und ein elektronisches Postfach verfügen. Wer ein Girokonto bei einer anderen Bank als Referenzkonto nutzen möchte, muss den Vertrag in einer Filiale abschließen.

Sicherheit bleibt ein Pluspunkt

Wie alle deutschen Kreditinstitute unterliegt auch die Stadtsparkasse München der gesetzlichen Einlagensicherung. Guthaben bis 100.000 Euro je Kunde sind gesetzlich geschützt. Zusätzlich verweist die Sparkasse auf die Institutssicherung der Sparkassen-Finanzgruppe, die über die gesetzliche Mindestabsicherung hinaus Stabilität bieten soll.

Komfort statt Spitzenrendite

Das Tagesgeldkonto richtet sich vor allem an Kunden, die ihre Bankgeschäfte vollständig bei der Sparkasse bündeln möchten. Die Integration in das bestehende Girokonto, die persönliche Beratung vor Ort und die bekannte Sparkassen-App sprechen insbesondere langjährige Kunden an.

Wer dagegen ausschließlich auf eine möglichst hohe Verzinsung seines Notgroschens oder kurzfristig verfügbaren Kapitals achtet, dürfte bei zahlreichen Direktbanken derzeit deutlich attraktivere Angebote finden. Dort liegen die Neukundenzinsen teilweise fast neunmal so hoch wie bei der Stadtsparkasse München.

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