Für den angeschlagenen Batteriehersteller Varta zeichnet sich im laufenden Insolvenzverfahren eine mögliche Investorenlösung ab. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters haben bereits in einer frühen Phase des Verfahrens zahlreiche Interessenten ihr Interesse an einem Einstieg signalisiert. Ziel ist es, das Unternehmen langfristig zu stabilisieren und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.
Der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Wahl von der Kanzlei Anchor sprach von einer erfreulich hohen Nachfrage potenzieller Investoren. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte er, bereits jetzt gebe es eine „erfreulich große Zahl von Interessenten“, obwohl sich das Verfahren noch in einem frühen Stadium befinde.
Investorensuche läuft auf Hochtouren
Wie Varta in dieser Woche mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen des Insolvenzverfahrens möglichst an einen strategischen oder finanziellen Investor verkauft werden. Eine solche Lösung gilt als bevorzugter Weg, um den Geschäftsbetrieb dauerhaft fortzuführen und dem Traditionsunternehmen eine wirtschaftliche Zukunft zu sichern.
Nach Angaben des Unternehmens steht dabei nicht nur die finanzielle Stabilisierung im Mittelpunkt. Ebenso wichtig sei der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze an den bestehenden Standorten.
Hoffnung auf Fortführung des Geschäftsbetriebs
Mit dem Interesse mehrerer potenzieller Investoren steigen die Chancen auf eine erfolgreiche Sanierung. In Insolvenzverfahren gilt ein strukturierter Investorenprozess häufig als Möglichkeit, wirtschaftlich tragfähige Unternehmen zu erhalten und gleichzeitig Gläubigerinteressen bestmöglich zu berücksichtigen.
Welche Unternehmen oder Finanzinvestoren Interesse an Varta bekundet haben, wurde bislang nicht bekannt gegeben. Auch zu einem möglichen Zeitplan für den Abschluss des Investorenprozesses äußerten sich die Beteiligten zunächst nicht.
Bedeutender Batteriehersteller unter Druck
Varta zählt zu den bekanntesten Batterieherstellern Deutschlands und produziert unter anderem Lithium-Ionen-Batterien, Energiespeicher sowie Batterien für Haushaltsgeräte und industrielle Anwendungen. In den vergangenen Jahren geriet das Unternehmen jedoch zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Hohe Kosten, ein intensiver internationaler Wettbewerb sowie eine schwächere Nachfrage belasteten die Geschäftsentwicklung erheblich.
Mit der nun laufenden Investorensuche verbindet das Unternehmen die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Neustart. Ob und wann ein neuer Eigentümer gefunden wird, dürfte sich in den kommenden Wochen und Monaten entscheiden.
Hauptsache keine Asiaten.