Der Aquarius Next Generation Fund verfolgt einen weltweit ausgerichteten Wachstumsansatz mit Schwerpunkt auf Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Halbleiter, Cloud-Computing, Verteidigung und Energie. Ziel ist langfristiges Kapitalwachstum durch ein aktiv gesteuertes Portfolio aus Einzelaktien, ETFs und Investmentfonds.
Gesamtbewertung
Der Fonds erzielte im Geschäftsjahr (01.04.2025–31.03.2026) eine Wertentwicklung von +2,72 %. Angesichts der im Jahresverlauf deutlich gestiegenen Technologie- und KI-Werte fällt dieses Ergebnis jedoch eher enttäuschend aus. Der Anteilspreis erhöhte sich lediglich von 107,70 € auf 110,63 €.
Positive Aspekte
Zukunftsorientierte Anlagestrategie
Das Fondsmanagement investiert konsequent in langfristige Megatrends:
Künstliche Intelligenz
Halbleiter
Cloud-Infrastruktur
Verteidigung
Energie
Digitalisierung
Diese Bereiche besitzen auch langfristig überdurchschnittliches Wachstumspotenzial.
Hochwertige Einzelwerte
Zu den größten Positionen zählen:
Microsoft
Broadcom
Amazon
Meta Platforms
Rheinmetall
Ergänzt wird das Portfolio durch zahlreiche spezialisierte ETFs auf Halbleiter, Verteidigung, Uran, Rohstoffe sowie China-Technologie. Dadurch entsteht eine breite Diversifikation innerhalb der Wachstumsthemen.
Aktives Risikomanagement
Das Management setzte Futures ein, um Marktrisiken während erhöhter Volatilität zu reduzieren. Dadurch konnten größere Verluste begrenzt werden. Gerade im turbulenten Börsenjahr war dies grundsätzlich sinnvoll.
Kritische Punkte
Deutliche Unterperformance
Obwohl zahlreiche Kerninvestments wie
Broadcom
Meta
Amazon
Microsoft
Rheinmetall
im Berichtszeitraum sehr stark liefen, blieb die Fondsrendite mit 2,72 % deutlich hinter vielen Technologieindizes zurück.
Dies deutet darauf hin, dass
Absicherungen,
hohe Liquiditätsquoten,
Umschichtungen
einen erheblichen Teil der Marktperformance gekostet haben.
Hohe Liquiditätsquote
Zum Bilanzstichtag bestanden:
Bankguthaben: rund 6,6 %
Termingelder: rund 3 %
Zusammen waren also fast 10 % nicht investiert.
Im Vorjahr lagen sogar fast 31 % in Liquidität bzw. Festgeldern. Diese defensive Positionierung reduzierte zwar das Risiko, kostete jedoch erhebliche Rendite.
Rückgang des Fondsvolumens
Das Fondsvermögen sank von
108,2 Mio. €
auf 97,4 Mio. €
Ursache waren deutliche Mittelabflüsse:
Zuflüsse: 5,9 Mio. €
Rücknahmen: 20,3 Mio. €
Netto verlor der Fonds somit rund 14,4 Mio. € Anlegergelder. Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass Investoren mit der Entwicklung unzufrieden waren.
Kosten
Die Gesamtkostenquote beträgt 1,29 % pro Jahr.
Für einen aktiv gemanagten Themenfonds ist dies akzeptabel, allerdings müssen diese Kosten dauerhaft durch eine deutliche Outperformance gegenüber ETFs verdient werden.
Im Berichtsjahr gelang dies nicht.
Chancen
Der Fonds besitzt langfristig attraktive Schwerpunkte:
KI
Halbleiter
Verteidigung
Energie
Digitalisierung
Sollten diese Trends anhalten, dürfte das Portfolio grundsätzlich profitieren.
Besonders positiv ist die weltweite Streuung und die Kombination aus Einzelaktien und spezialisierten ETFs.
Risiken
Der Fonds bleibt trotz Absicherungen klar aktienorientiert.
Wesentliche Risiken:
starke Börsenkorrekturen
Währungsschwankungen (hoher USD-Anteil)
geopolitische Spannungen
Technologiesektor mit hohen Bewertungen
Einsatz von Derivaten zur Absicherung
Fazit aus Investorensicht
Der Aquarius Next Generation Fund überzeugt durch eine moderne und langfristig attraktive Investmentstrategie mit Fokus auf Zukunftstechnologien. Die Titelauswahl erscheint hochwertig und thematisch überzeugend.
Allerdings zeigt das Berichtsjahr auch Schwächen:
Die Performance blieb trotz eines starken Technologieumfelds deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Hohe Liquiditätsbestände und Absicherungen reduzierten das Risiko, kosteten aber Rendite.
Die Mittelabflüsse zeigen, dass Anleger die Entwicklung kritisch beurteilt haben.
Für langfristig orientierte Anleger, die ein aktiv gemanagtes Zukunftsportfolio suchen und geringere Schwankungen gegenüber einem reinen Technologieindex akzeptieren, kann der Fonds weiterhin interessant sein.
Wer jedoch eine möglichst hohe Partizipation an den globalen Technologie- und KI-Märkten erwartet, dürfte mit kostengünstigen Technologie-ETFs in den vergangenen Jahren eine deutlich bessere Rendite erzielt haben.
Stärken:
Zukunftsorientierte Themen
Qualitativ hochwertige Unternehmen
Gute Diversifikation
Professionelles Risikomanagement
Schwächen:
Schwache Jahresperformance
Relativ hohe Kosten
Hohe Liquiditätsquote
Deutliche Mittelabflüsse
Bisher keine erkennbare Outperformance gegenüber vergleichbaren Technologieindizes.