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Windpark Papenhagen investiert kräftig: Bilanzsumme steigt auf über 18 Millionen Euro

geralt (CC0), Pixabay

Innerhalb weniger Tage sind in Sachsen-Anhalt mehrere Menschen Opfer unterschiedlicher Betrugsmaschen geworden. Besonders betroffen waren ältere Menschen, die durch sogenannte Schockanrufe um hohe Geldbeträge gebracht wurden. In einem weiteren Fall gelang es Betrügern, durch eine perfide Verkaufstäuschung an eine EC-Karte und die dazugehörige PIN zu gelangen. Die Polizei warnt eindringlich vor den derzeit verstärkt auftretenden Betrugsversuchen und ruft zur Vorsicht auf.

Seniorinnen verlieren nach Schockanrufen mehrere Tausend Euro

Im Landkreis Stendal wurden eine 87-jährige und eine 72-jährige Frau Opfer der sogenannten Schockanruf-Masche. Nach Angaben der Polizei gaben sich die Anrufer als Angehörige oder Behördenvertreter aus und behaupteten, ein Familienmitglied habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um eine angebliche Kaution oder andere Kosten zu begleichen, sollten die Frauen kurzfristig Geld bereitstellen.

Unter dem enormen psychischen Druck überwiesen beziehungsweise übergaben beide Seniorinnen schließlich jeweils mehrere Tausend Euro an die Betrüger. Erst später stellte sich heraus, dass die geschilderten Notlagen frei erfunden waren.

Die Polizei weist darauf hin, dass Kriminelle gezielt Angst und Zeitdruck erzeugen, um ihre Opfer an einer Überprüfung der Angaben zu hindern.

Verkauf über Onlineplattform endet mit Kontoverlust

Auch in Bitterfeld-Wolfen kam es zu einem ungewöhnlichen Trickbetrug. Ein 60-jähriger Mann hatte Bücher über eine Onlineplattform zum Verkauf angeboten. Ein angeblicher Käufer erschien daraufhin persönlich und erklärte, sämtliche Bücher für 184.000 Euro erwerben zu wollen.

Für die angebliche Überweisung verlangte der Interessent jedoch die EC-Karte sowie die dazugehörige PIN des Verkäufers. Der Mann übergab beides – erhielt die Karte anschließend jedoch nicht zurück. Kurz darauf stellte er fest, dass von seinem Konto rund 3.500 Euro abgebucht worden waren.

Die Polizei macht deutlich, dass Bankkarten und persönliche Geheimzahlen niemals an unbekannte Personen ausgehändigt werden sollten. Seriöse Käufer benötigen diese Daten für eine Überweisung grundsätzlich nicht.

Weitere Betrugsversuche im Bundesland

Nach Angaben der Polizei handelt es sich nicht um Einzelfälle. Bereits in den vergangenen Tagen wurden weitere Betrugsdelikte in Sachsen-Anhalt bekannt.

So wurden in Zerbst ältere Menschen durch falsche Handwerker um mehrere Tausend Euro gebracht. In Sandersdorf-Brehna konnte dagegen ein aufmerksamer Bankmitarbeiter verhindern, dass eine 86-jährige Frau auf Betrüger hereinfiel und einen hohen Geldbetrag verlor.

Auch in Magdeburg sowie im Salzlandkreis registrierte die Polizei vergleichbare Fälle von Telefonbetrug und Schockanrufen.

Polizei appelliert an Angehörige

Die Ermittlungsbehörden raten insbesondere älteren Menschen und deren Familien zu erhöhter Aufmerksamkeit. Bei angeblichen Notrufen von Verwandten oder vermeintlichen Polizeibeamten sollte das Gespräch sofort beendet und die betroffene Person unter der bekannten Telefonnummer selbst zurückgerufen werden.

Ebenso wichtig sei es, niemals Bargeld, Wertsachen, Bankkarten oder persönliche Geheimzahlen an unbekannte Personen herauszugeben. Banken, Polizei oder Gerichte würden solche Übergaben niemals telefonisch verlangen.

Angehörige könnten einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen informieren und ältere Familienmitglieder für typische Warnsignale sensibilisieren.

Professionelle Täter nutzen psychologischen Druck

Die aktuellen Fälle zeigen nach Einschätzung der Polizei, dass Trickbetrüger ihre Methoden zunehmend professionell einsetzen. Die Täter bereiten ihre Gespräche gezielt vor, wirken häufig überzeugend und setzen ihre Opfer mit dramatischen Geschichten unter enormen Zeitdruck.

Besonders ältere Menschen geraten dadurch in emotionale Ausnahmesituationen und treffen Entscheidungen, die sie unter normalen Umständen nicht treffen würden.

Fazit

Die Serie aktueller Betrugsfälle verdeutlicht, dass Schockanrufe und andere Trickbetrugsmaschen weiterhin zu den größten Gefahren für Verbraucher gehören. Die Polizei appelliert deshalb an die Bevölkerung, bei ungewöhnlichen Anrufen oder verdächtigen Zahlungsaufforderungen misstrauisch zu bleiben und im Zweifel sofort Angehörige oder die Polizei einzuschalten. Aufmerksamkeit, Aufklärung und gegenseitige Unterstützung gelten weiterhin als die wirksamsten Mittel, um Betrügern das Handwerk zu legen.

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