Der Windpark Kublank II hat seinen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2024 bis zum 30. September 2025 veröffentlicht. Die Bilanz zeigt einen Windpark im regulären Betriebsverlauf: Die Gesamtverschuldung wurde deutlich reduziert, gleichzeitig gingen Bilanzsumme, Eigenkapital und liquide Mittel zurück. Verantwortlich dafür sind vor allem planmäßige Abschreibungen auf die Windenergieanlagen sowie die laufende Tilgung langfristiger Finanzierungen.
Bilanzsumme geht um fast ein Viertel zurück
Zum Bilanzstichtag belief sich die Bilanzsumme auf 3,98 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte sie noch 5,22 Millionen Euro betragen. Das entspricht einem Rückgang von rund 1,24 Millionen Euro beziehungsweise knapp 24 Prozent.
Diese Entwicklung ist für Windparkgesellschaften typisch, da die Anlagen über ihre Nutzungsdauer kontinuierlich abgeschrieben werden und gleichzeitig bestehende Darlehen schrittweise zurückgeführt werden.
Anlagevermögen weiterhin größter Vermögensposten
Das Anlagevermögen verringerte sich von 2,95 Millionen Euro auf 2,47 Millionen Euro. Die Windenergieanlagen und die zugehörige Infrastruktur stellen weiterhin den größten Teil des Unternehmensvermögens dar.
Der Rückgang ist nach den Angaben im Jahresabschluss auf reguläre lineare Abschreibungen zurückzuführen. Hinweise auf außerplanmäßige Wertberichtigungen ergeben sich nicht.
Rückgang bei Forderungen und liquiden Mitteln
Auch das Umlaufvermögen entwickelte sich rückläufig.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gingen von rund 210.000 Euro auf 96.000 Euro zurück. Gleichzeitig sanken die Bankguthaben von 986.000 Euro auf 438.000 Euro.
Der Rechnungsabgrenzungsposten verringerte sich ebenfalls und belief sich zum Jahresende auf 974.000 Euro, nach 1,07 Millionen Euro im Vorjahr.
Eigenkapital nimmt ab
Das Eigenkapital reduzierte sich innerhalb eines Jahres von 782.284 Euro auf 488.763 Euro. Die Kapitalanteile blieben unverändert, während sich die Rücklagen deutlich verringerten.
Ein Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wurde wie bereits im Vorjahr nicht ausgewiesen.
Die Eigenkapitalquote liegt damit bei rund 12 Prozent und fiel gegenüber dem Vorjahr entsprechend niedriger aus.
Schuldenabbau setzt sich fort
Positiv entwickelte sich die Verschuldung des Unternehmens.
Die Verbindlichkeiten gingen von 4,06 Millionen Euro auf 3,09 Millionen Euro zurück. Damit verringerte sich die Gesamtverschuldung innerhalb eines Jahres um knapp eine Million Euro.
Auch die langfristigen Verbindlichkeiten wurden weiter reduziert. Der Anteil der Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren sank auf rund 502.000 Euro. Gleichzeitig erhöhte sich der Anteil kurzfristig fälliger Verbindlichkeiten, was auf den fortschreitenden Tilgungsplan bestehender Finanzierungen hindeutet.
Zinsrisiken langfristig abgesichert
Zur Absicherung gegen steigende Finanzierungskosten setzt die Gesellschaft weiterhin auf ein Zinssicherungsgeschäft.
Ein Zinsswap sichert ein variables Darlehen über 3,386 Millionen Euro bis zum Jahr 2031 gegen Zinsschwankungen ab. Dadurch sollen mögliche Belastungen durch steigende Marktzinsen begrenzt werden.
Weitere finanzielle Verpflichtungen
Neben den bilanzierten Verbindlichkeiten bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rund 648.000 Euro. Diese ergeben sich überwiegend aus Wartungs-, Betriebsführungs- und Pachtverträgen, die für den langfristigen Betrieb des Windparks erforderlich sind.
Fazit
Der Jahresabschluss zeigt einen wirtschaftlich stabil betriebenen Windpark mit einer weiterhin soliden Finanzierungsstruktur. Die Bilanzsumme sinkt erwartungsgemäß durch planmäßige Abschreibungen und den kontinuierlichen Schuldenabbau. Gleichzeitig wurden die Verbindlichkeiten deutlich reduziert und die Finanzierung gegen Zinsrisiken abgesichert. Insgesamt deutet der Abschluss auf einen planmäßigen Verlauf des Windparkbetriebs und eine fortschreitende Entschuldung des Unternehmens hin.