Verbraucherschützer und Behörden warnen vor betrügerischen Inkassoschreiben, die derzeit im Namen der Lösung Inkasso GmbH verschickt werden. Die Schreiben fordern Empfänger zur Zahlung angeblich offener Forderungen auf und setzen sie mit Mahngebühren und weiteren Kosten unter Druck. Betroffene sollten die Forderungen sorgfältig prüfen und keinesfalls vorschnell Geld auf die angegebenen Konten überweisen.
Betrüger setzen auf Zahlungsdruck
Nach den vorliegenden Informationen verschicken die Täter Schreiben, in denen angebliche offene Forderungen geltend gemacht werden. Um den Druck auf die Empfänger zu erhöhen, werden häufig Mahngebühren, Verzugszinsen oder die Einleitung weiterer rechtlicher Schritte angedroht.
Ziel der Betrugsmasche ist es, Verbraucher zu einer schnellen Überweisung zu bewegen, ohne dass diese die Forderung hinterfragen.
Angebliche Inkassofirma genannt
In den Schreiben wird als Absender die „Lösung Inkasso GmbH“ mit der Anschrift Heisenbergbogen 46, 85609 Aschheim sowie der Internetseite www.loesunginkasso.org angegeben.
Empfänger sollten jedoch besonders aufmerksam sein und die Echtheit solcher Schreiben überprüfen. Allein die Verwendung eines Unternehmensnamens oder einer vollständigen Anschrift ist kein Beleg dafür, dass die Zahlungsaufforderung tatsächlich von einem seriösen Inkassounternehmen stammt.
Keine vorschnellen Überweisungen
Verbraucherschützer raten dringend davon ab, Geld auf die in den Schreiben genannten Konten zu überweisen, solange die Forderung nicht zweifelsfrei überprüft wurde. Wer sich an keine entsprechende Bestellung, keinen Vertrag oder keine offene Rechnung erinnern kann, sollte die Zahlungsaufforderung kritisch hinterfragen.
Auch persönliche Daten oder Bankverbindungen sollten nicht an unbekannte Absender weitergegeben werden.
So sollten Betroffene reagieren
Wer ein entsprechendes Schreiben erhält, sollte zunächst Ruhe bewahren und die Forderung genau prüfen. Hilfreich ist es, Rechnungen oder Verträge mit den eigenen Unterlagen abzugleichen. Bestehen Zweifel an der Echtheit des Schreibens, können sich Betroffene an die Verbraucherzentrale oder die zuständige Polizei wenden.
Wurde bereits Geld überwiesen, empfiehlt es sich, umgehend die eigene Bank zu kontaktieren und Strafanzeige zu erstatten. Je schneller reagiert wird, desto größer ist die Chance, weitere Schäden zu verhindern.
Betrugsmaschen nehmen zu
Gefälschte Inkassoschreiben gehören seit Jahren zu den häufigsten Betrugsversuchen im Verbraucherbereich. Die Täter nutzen häufig professionell gestaltete Schreiben und setzen auf Zeitdruck, um ihre Opfer zu verunsichern. Dabei werden teilweise Namen real existierender Unternehmen oder täuschend echt wirkende Firmendaten verwendet.
Fazit
Die aktuellen Schreiben im Namen der Lösung Inkasso GmbH zeigen erneut, wie professionell Betrüger inzwischen vorgehen. Verbraucher sollten Zahlungsaufforderungen unbekannter Inkassounternehmen niemals ungeprüft begleichen und insbesondere keine Überweisungen auf verdächtige Konten vornehmen. Im Zweifel gilt: erst prüfen, dann zahlen.