Der RIV Zusatzversorgung präsentierte sich im Geschäftsjahr 2025/2026 aus Anlegersicht in hervorragender Verfassung. Der Fonds profitierte von der starken Entwicklung der internationalen Aktienmärkte und erzielte mit +29,98 % seine mit Abstand beste Jahresperformance seit Auflage. Gleichzeitig blieb die Strategie konsequent auf langfristigen Vermögensaufbau, Inflationsschutz und eine planbare Ausschüttung ausgerichtet.
Besonders positiv fällt die Kombination aus hoher Rendite und klar definiertem Anlagekonzept auf. Der Fonds verfolgt drei Ziele: eine jährlich steigende Ausschüttung, deren Kaufkrafterhalt durch Inflationsanpassung sowie den langfristigen Erhalt der realen Kaufkraft des investierten Kapitals. Die Ausschüttung wurde erneut erhöht und beträgt nun 3,17 Euro je Anteil, womit der Fonds seine bisherige Historie kontinuierlich fortsetzt. Für einkommensorientierte Anleger schafft dies eine hohe Planbarkeit.
Auch das Fondsvermögen entwickelte sich äußerst erfreulich. Es stieg innerhalb eines Jahres von rund 19,0 Mio. Euro auf 28,4 Mio. Euro, was sowohl auf die starke Wertentwicklung als auch auf Nettomittelzuflüsse neuer Anleger zurückzuführen ist. Dies spricht für ein wachsendes Vertrauen der Investoren in die Strategie des Fonds. Der Anteilspreis erhöhte sich gleichzeitig von 126,25 Euro auf 160,07 Euro.
Die Portfoliostruktur bleibt konsequent aktienorientiert. Mit einer Aktienquote von über 92 % partizipiert der Fonds nahezu vollständig an den Chancen der internationalen Aktienmärkte. Positiv hervorzuheben ist die breite Diversifikation über zahlreiche Länder, Branchen und Währungen hinweg. Klumpenrisiken werden bewusst vermieden, Derivate sowie Wertpapierleihe sind ausgeschlossen. Die größten Positionen wie Rolls-Royce, Samsung Electronics, GE Vernova oder Banco Santander besitzen jeweils nur moderate Einzelgewichte. Dies reduziert das Risiko einzelner Fehlinvestitionen erheblich.
Auch die Branchenallokation erscheint ausgewogen. Materialien, Informationstechnologie und Industriewerte bilden die größten Schwerpunkte und spiegeln sowohl klassische Industrieunternehmen als auch strukturelle Wachstumsthemen wider. Gleichzeitig sorgt die breite internationale Streuung dafür, dass der Fonds nicht ausschließlich von der Entwicklung einzelner Volkswirtschaften abhängig ist.
Ein weiterer Pluspunkt sind die Kosten. Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei lediglich 1,36 %, während die vollständige Kostenbelastung inklusive Transaktionskosten (RTER) 1,39 % beträgt. Für einen aktiv gemanagten globalen Aktienfonds mit intensiver Einzeltitelauswahl bewegt sich dies auf einem attraktiven Niveau. Zudem verzichtet die Fondsgesellschaft vollständig auf Performance Fees oder komplexe Produktstrukturen, was die Transparenz erhöht.
Dennoch sollten Anleger die bestehenden Risiken nicht unterschätzen. Aufgrund der sehr hohen Aktienquote unterliegt der Fonds den üblichen Schwankungen der internationalen Aktienmärkte. Hinzu kommen Währungsrisiken, da ein erheblicher Teil der Investments außerhalb des Euroraums liegt und bewusst nicht abgesichert wird. Kurzfristig können geopolitische Konflikte, Handelskonflikte oder konjunkturelle Abschwächungen deshalb deutliche Kursschwankungen verursachen. Wer investiert, sollte daher einen langfristigen Anlagehorizont mitbringen.
Fazit: Aus Anlegersicht hinterlässt der RIV Zusatzversorgung einen äußerst positiven Gesamteindruck. Die Kombination aus nahezu 30 % Jahresrendite, steigender inflationsangepasster Ausschüttung, breit diversifiziertem Portfolio, niedrigen Gesamtkosten und einer klar nachvollziehbaren langfristigen Strategie macht den Fonds besonders für langfristig orientierte Anleger interessant. Gleichzeitig bleibt die hohe Aktienquote mit entsprechenden Marktrisiken verbunden. Wer zwischenzeitliche Schwankungen akzeptieren kann und regelmäßige Ausschüttungen mit langfristigem Kapitalwachstum verbinden möchte, findet hier einen überzeugend geführten globalen Aktienfonds.