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Windpark Münsterwald steigert Umsatz deutlich – Schwaches Windjahr drückt dennoch auf das Ergebnis

geralt (CC0), Pixabay

Die Windpark Münsterwald GmbH & Co. KG hat das Geschäftsjahr 2025 trotz einer deutlich unter den Erwartungen liegenden Stromproduktion mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Wie aus dem veröffentlichten Jahresabschluss hervorgeht, erhöhte der Windpark seine Umsatzerlöse kräftig, musste jedoch aufgrund eines windschwachen Jahres erhebliche Abstriche bei der Stromerzeugung hinnehmen. Unter dem Strich erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von rund 273.000 Euro, der vollständig den Rücklagen zugeführt wurde.

Der Windpark Münsterwald erzeugte im vergangenen Jahr insgesamt 48,5 Gigawattstunden Strom. Damit blieb die Produktion deutlich hinter den Planungen zurück. Vorgesehen waren 62,1 Gigawattstunden, tatsächlich wurden rund 13,6 Gigawattstunden beziehungsweise knapp 22 Prozent weniger Strom erzeugt. Nach Angaben der Geschäftsführung führten vor allem technische Stillstände erneut zu einer geringeren Produktion. Die erzeugte Strommenge reicht rechnerisch dennoch aus, um den Jahresbedarf von rund 13.900 Haushalten zu decken.

Trotz der niedrigeren Stromproduktion entwickelten sich die Erlöse positiv. Die Umsatzerlöse aus der Einspeisung von Windstrom stiegen von rund 2,95 Millionen Euro im Vorjahr auf 4,02 Millionen Euro. Hintergrund waren unter anderem höhere Vergütungserlöse nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Hinzu kamen sonstige betriebliche Erträge in Höhe von rund 181.000 Euro, die überwiegend aus Schadenersatzleistungen, Weiterbelastungen sowie der Auflösung von Rückstellungen resultierten. Im Vorjahr hatten diese Sondererträge mit rund 1,25 Millionen Euro allerdings deutlich höher gelegen.

Auf der Kostenseite profitierte das Unternehmen von niedrigeren Betriebsaufwendungen. Die Materialkosten sanken von rund 940.000 Euro auf 781.000 Euro. Verantwortlich hierfür waren insbesondere geringere Strombezugskosten sowie deutlich niedrigere Aufwendungen für Instandhaltung und technische Prüfungen der Windenergieanlagen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen dagegen leicht auf rund 436.000 Euro. Darin enthalten sind unter anderem Pachtzahlungen, Kommunalbeteiligungen, Versicherungen sowie die kaufmännische Betriebsführung. Die planmäßigen Abschreibungen auf die Windenergieanlagen blieben mit rund 2,18 Millionen Euro nahezu unverändert.

Das Finanzergebnis entwickelte sich ebenfalls leicht positiv. Die Zinsaufwendungen gingen auf rund 456.000 Euro zurück, während Zinserträge von knapp 12.000 Euro erzielt wurden. Nach Abzug der Steuern verblieb ein Jahresüberschuss von 272.728 Euro, nachdem im Vorjahr 166.585 Euro erwirtschaftet worden waren. Die Gesellschafter beschlossen, den gesamten Gewinn den Rücklagen gutzuschreiben. Ein Bilanzgewinn wird daher nicht ausgewiesen.

Auch die Bilanz zeigt eine weiterhin solide Finanzlage. Die Bilanzsumme verringerte sich infolge planmäßiger Abschreibungen und Darlehenstilgungen von 33,27 Millionen Euro auf 31,42 Millionen Euro. Das Anlagevermögen sank auf 28,48 Millionen Euro, bleibt jedoch mit einem Anteil von mehr als 90 Prozent der mit Abstand größte Vermögenswert des Unternehmens. Gleichzeitig stiegen die Guthaben bei Kreditinstituten deutlich von 1,27 Millionen Euro auf 2,11 Millionen Euro, was die Liquidität der Gesellschaft spürbar stärkte.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich leicht auf 15,6 Prozent. Das Eigenkapital erhöhte sich auf knapp 4,92 Millionen Euro. Gleichzeitig wurden die langfristigen Bankverbindlichkeiten planmäßig weiter zurückgeführt. Die Darlehen gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich innerhalb eines Jahres von 24,92 Millionen Euro auf 22,89 Millionen Euro. Darüber hinaus bestehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von rund 3,06 Millionen Euro, darunter ein Bürgerdarlehen über 2,5 Millionen Euro, an dem sich rund 240 Stromkunden der STAWAG beteiligt haben. Die Nachrangdarlehen dienen der Finanzierung des Windparks und laufen bis Ende 2029.

Investitionen in neue Anlagen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Die Geschäftsführung bewertet die Finanzlage dennoch als „sehr stabil“. Sämtliche Darlehen seien planmäßig bedient worden, die Zahlungsfähigkeit sei jederzeit gewährleistet gewesen. Der Windpark werde weiterhin überwiegend durch langfristiges Fremdkapital und Eigenmittel finanziert.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 zeigt sich die Unternehmensführung vorsichtig optimistisch. Bei einer erwarteten Stromproduktion von 62,1 Gigawattstunden rechnet sie mit einer Gesamtleistung von rund 4,59 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss von etwa 444.000 Euro. Als größtes Risiko nennt die Gesellschaft weiterhin wetterbedingte Schwankungen beim Windaufkommen sowie mögliche technische Ausfälle der Anlagen. Gleichzeitig eröffnen die gesetzlich gesicherten EEG-Vergütungen und zusätzliche Erlöse aus der Direktvermarktung gute wirtschaftliche Perspektiven.

Der Jahresabschluss wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PKF Fasselt Partnerschaft mbB mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfer bestätigten, dass Jahresabschluss und Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und ein zutreffendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln. Festgestellt wurde der Abschluss am 24. Juni 2026.

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