Die SL Windpark Hamm GmbH & Co. KG mit Sitz in Gladbeck hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Trotz eines wirtschaftlich schwierigeren Jahres konnte der Betreiber des Windparks erneut einen Gewinn erzielen. Allerdings fiel das Ergebnis deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Hauptursachen waren geringere Stromerlöse und damit ein schwächeres operatives Geschäft. Gleichzeitig setzte das Unternehmen den Abbau seiner Bankdarlehen fort und präsentiert sich weiterhin finanziell stabil.
Aus der Gewinn- und Verlustrechnung geht hervor, dass sich das Rohergebnis von rund 1,44 Millionen Euro im Jahr 2024 auf knapp 1,20 Millionen Euro verringerte. Damit gingen die Erträge um mehr als 237.000 Euro zurück. Dieser Rückgang wirkte sich unmittelbar auf das Jahresergebnis aus.
Nach Abzug der Abschreibungen, laufenden Betriebskosten, Zinsaufwendungen und Steuern erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von rund 49.900 Euro. Im Vorjahr hatte der Gewinn noch bei mehr als 245.000 Euro gelegen. Damit verringerte sich das Jahresergebnis um rund 80 Prozent. Trotz dieses deutlichen Rückgangs blieb der Windpark auch im Geschäftsjahr 2025 in der Gewinnzone.
Ein wesentlicher Aufwandsposten waren erneut die planmäßigen Abschreibungen auf die Windenergieanlagen. Sie beliefen sich auf rund 669.000 Euro und bewegten sich nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten dagegen leicht gesenkt werden und lagen bei rund 331.000 Euro. Auch die Zinsaufwendungen gingen aufgrund der fortschreitenden Tilgung der Kredite leicht zurück.
Die Bilanz zeigt, dass das Unternehmen seine langfristigen Investitionen weiterhin planmäßig abschreibt. Das Anlagevermögen verringerte sich von rund 11,32 Millionen Euro auf etwa 10,65 Millionen Euro. Dieser Rückgang ist vor allem auf die jährlichen Abschreibungen der technischen Anlagen und Maschinen zurückzuführen und stellt bei Windparkgesellschaften einen normalen Vorgang dar.
Positiv entwickelte sich das Umlaufvermögen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände stiegen auf rund 380.000 Euro. Gleichzeitig verfügte die Gesellschaft zum Jahresende über liquide Mittel in Höhe von mehr als 555.000 Euro. Damit blieb die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens jederzeit gewährleistet.
Auch auf der Finanzierungsseite setzte die Gesellschaft ihren Schuldenabbau fort. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken innerhalb eines Jahres von rund 9,75 Millionen Euro auf 9,09 Millionen Euro. Insgesamt reduzierten sich die gesamten Verbindlichkeiten von 11,66 Millionen Euro auf rund 11,03 Millionen Euro. Ein großer Teil der Kredite besitzt weiterhin langfristige Laufzeiten, sodass die Finanzierung des Windparks langfristig abgesichert ist.
Das Eigenkapital blieb mit 516.200 Euro unverändert. Rückstellungen wurden dagegen erhöht und betragen nun knapp 43.000 Euro. Sie dienen dazu, zukünftige Verpflichtungen und mögliche Risiken angemessen abzudecken.
Aus dem Anhang zum Jahresabschluss geht hervor, dass die Gesellschaft auch weiterhin keine eigenen Arbeitnehmer beschäftigt. Die Geschäftsführung erfolgt durch die persönlich haftende SL Verwaltungs-GmbH. Dieses Organisationsmodell ist bei Projektgesellschaften der Windenergiebranche weit verbreitet und ermöglicht eine schlanke Verwaltungsstruktur.
Trotz des deutlich geringeren Gewinns vermittelt der Jahresabschluss insgesamt ein solides Bild. Die kontinuierliche Rückführung der Bankdarlehen verbessert die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Gleichzeitig verfügt der Windpark weiterhin über eine leistungsfähige technische Infrastruktur, die den langfristigen Betrieb der Anlagen ermöglicht.
Die Entwicklung macht jedoch auch deutlich, wie stark Windparkgesellschaften von den jeweiligen Stromerträgen und Marktbedingungen abhängig sind. Schon geringere Winderträge oder niedrigere Stromerlöse können das Jahresergebnis deutlich beeinflussen. Gleichzeitig sorgen langfristige Finanzierungen und planmäßige Tilgungen dafür, dass sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmens Schritt für Schritt verbessert.
Insgesamt zeigt der Jahresabschluss der SL Windpark Hamm GmbH & Co. KG, dass der Windpark trotz eines anspruchsvolleren Marktumfelds wirtschaftlich stabil bleibt. Mit sinkenden Kreditverbindlichkeiten, einer gesicherten Liquidität und einem erneuten Jahresüberschuss sieht sich die Gesellschaft weiterhin gut aufgestellt, um auch künftig einen Beitrag zur klimafreundlichen Stromversorgung zu leisten.