Die dänische Hauptstadt Kopenhagen bleibt die lebenswerteste Stadt der Welt. Das geht aus dem aktuellen Städte-Ranking der britischen Economist Intelligence Unit (EIU) hervor, das jedes Jahr die Lebensqualität in zahlreichen Metropolen weltweit untersucht. Bereits zum zweiten Mal in Folge sicherte sich Kopenhagen den ersten Platz und setzte sich damit erneut gegen viele internationale Großstädte durch.
Für das Ranking bewertet die Economist-Gruppe verschiedene Kriterien, die den Alltag der Menschen beeinflussen. Dazu gehören unter anderem die politische Stabilität, die Qualität des Gesundheitswesens, das Bildungsangebot, die Infrastruktur sowie das kulturelle Freizeitangebot. Auch die öffentliche Sicherheit, das Verkehrsnetz und Umweltaspekte fließen in die Bewertung ein.
Kopenhagen überzeugte die Experten erneut mit einer hohen Lebensqualität in nahezu allen Bereichen. Die Stadt gilt als besonders sicher, verfügt über ein modernes Gesundheitssystem und ein gut ausgebautes Bildungswesen. Hinzu kommen ein leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr, zahlreiche Grünflächen und eine konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit. Die dänische Hauptstadt ist außerdem weltweit für ihre fahrradfreundliche Infrastruktur bekannt. Viele Wege werden dort mit dem Fahrrad zurückgelegt, was sowohl die Umwelt als auch die Lebensqualität verbessert.
Den zweiten Platz belegte wie bereits im Vorjahr die österreichische Hauptstadt Wien. Die Donaumetropole zählt seit vielen Jahren regelmäßig zu den lebenswertesten Städten der Welt und überzeugt vor allem durch ihre hohe Sicherheit, ihr vielfältiges Kulturangebot und ihre ausgezeichnete medizinische Versorgung. Auf Rang drei folgt erneut die australische Millionenstadt Melbourne, die insbesondere für ihre hohe Lebensqualität, ihre Universitäten und ihr internationales Flair geschätzt wird.
Auch die weiteren Plätze der Top Ten werden von Städten mit einer hohen Lebensqualität geprägt. Auf den vorderen Rängen folgen Sydney in Australien, die Schweizer Städte Zürich und Genf, Osaka in Japan sowie Adelaide, Vancouver und Tokio. Auffällig ist, dass mehrere Städte aus Europa, Australien und Asien vertreten sind. Diese Regionen profitieren häufig von stabilen politischen Verhältnissen, einer leistungsfähigen Infrastruktur und hohen Investitionen in Bildung und Gesundheitsversorgung.
Als lebenswerteste Region der Welt wurde erneut Westeuropa eingestuft. Viele Städte dieser Region erreichen regelmäßig Spitzenplätze, weil sie ihren Bewohnerinnen und Bewohnern ein hohes Maß an Sicherheit, wirtschaftlicher Stabilität und sozialer Versorgung bieten. Gleichzeitig spielen Umwelt- und Klimaschutz sowie gut ausgebaute öffentliche Verkehrssysteme eine immer wichtigere Rolle bei der Bewertung.
Das Ranking gilt international als wichtige Orientierung für Unternehmen, Fachkräfte und internationale Organisationen. Es wird unter anderem genutzt, um Standorte für Niederlassungen zu bewerten oder Ausgleichszahlungen für Beschäftigte zu berechnen, die ins Ausland entsandt werden. Auch für Menschen, die über einen Umzug oder längeren Aufenthalt im Ausland nachdenken, liefert die Untersuchung wertvolle Informationen über die Lebensbedingungen verschiedener Städte.
Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass Lebensqualität weit mehr umfasst als wirtschaftlichen Wohlstand. Entscheidend sind auch Faktoren wie Sicherheit, ein funktionierendes Gesundheitswesen, gute Bildungseinrichtungen, kulturelle Angebote und eine intakte Umwelt. Städte, die in diesen Bereichen kontinuierlich investieren, schaffen attraktive Lebensbedingungen für ihre Einwohner.
Mit dem erneuten ersten Platz bestätigt Kopenhagen seinen Ruf als eine der modernsten und lebenswertesten Metropolen der Welt. Das aktuelle Ranking macht zugleich deutlich, dass vor allem europäische und australische Städte weiterhin Maßstäbe setzen, wenn es um Lebensqualität, Nachhaltigkeit und die Zufriedenheit ihrer Bewohnerinnen und Bewohner geht.