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Neuer Angriff auf Girokonten: SumUp startet Privatkonto mit Cashback – Experten raten zum genauen Hinsehen

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay

Der Zahlungsdienstleister SumUp, der bisher vor allem für Kartenlesegeräte und Kassensysteme für Unternehmen bekannt war, erweitert sein Angebot und steigt nun auch in das Privatkundengeschäft ein. Mit einem neuen digitalen Girokonto möchte das Unternehmen Verbraucher ansprechen, die ihre Bankgeschäfte vollständig über das Smartphone erledigen möchten. Neben einer kostenlosen Mastercard und einem Cashback-Programm wirbt SumUp vor allem mit einer einfachen Kontoeröffnung und modernen App-Funktionen. Verbraucherschützer und Finanzexperten weisen jedoch darauf hin, dass sich das Angebot in einem wichtigen Punkt von einem klassischen Bankkonto unterscheidet.

Nach Angaben des Unternehmens kann das neue Konto vollständig digital über die SumUp-App eröffnet werden. Direkt nach der Registrierung erhalten Nutzer eine virtuelle Mastercard, mit der sofort online bezahlt werden kann. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, kostenlos eine physische Mastercard zu bestellen. Monatliche Kontoführungsgebühren fallen laut SumUp nicht an.

Ein besonderer Anreiz ist das integrierte Cashback-Programm. Wer mit der SumUp-Mastercard bezahlt, kann je nach Einkauf bis zu fünf Prozent Cashback erhalten. Allerdings ist die Rückvergütung auf maximal zehn Euro pro Monat begrenzt. Das gesammelte Cashback wird zunächst separat gutgeschrieben und kann anschließend auf das eigentliche Konto übertragen werden.

Neben den Bezahlfunktionen bietet das Konto zahlreiche Möglichkeiten, die vor allem an Nutzer moderner Banking-Apps gerichtet sind. Zahlungen können sowohl im Geschäft als auch online erfolgen. Die Karte lässt sich zudem in digitale Geldbörsen wie Apple Wallet oder Google Wallet integrieren. Über die App behalten Kunden ihre Ausgaben jederzeit im Blick und können Überweisungen durchführen oder Guthaben per Kreditkarte aufladen.

Auch Gemeinschaftsfunktionen gehören zum Angebot. So können Nutzer sogenannte gemeinsame Bereiche einrichten, um beispielsweise Urlaubskassen oder Gemeinschaftsausgaben zu verwalten. Rechnungen lassen sich direkt innerhalb der App aufteilen und mit anderen Personen abrechnen. Damit positioniert sich SumUp nicht nur als Zahlungsdienstleister, sondern als digitales Alltagskonto für Privatkunden.

Trotz der umfangreichen Funktionen gibt es einen entscheidenden Unterschied zu einem klassischen Girokonto bei einer Bank. SumUp ist kein Kreditinstitut, sondern arbeitet als sogenanntes E-Geld-Institut. Das bedeutet, dass Kundengelder zwar getrennt vom Vermögen des Unternehmens verwahrt werden, jedoch nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro pro Kunde fallen.

Genau dieser Punkt ist nach Einschätzung vieler Experten besonders wichtig. Während sich das Konto für alltägliche Zahlungen, kleinere Guthaben oder das Cashback-Angebot durchaus eignen kann, sollte es nicht als Hauptkonto für größere Ersparnisse genutzt werden. Wer hohe Geldbeträge oder seinen finanziellen Notgroschen sicher verwahren möchte, ist nach Ansicht von Finanzexperten bei einer klassischen Bank mit gesetzlicher Einlagensicherung besser aufgehoben.

Verbraucher sollten deshalb genau prüfen, wofür sie das neue Angebot nutzen möchten. Neben Cashback und kostenlosen Karten spielen auch weitere Kriterien eine wichtige Rolle. Dazu gehören unter anderem Bargeldversorgung, mögliche Gebühren, Überweisungslimits, Zusatzleistungen sowie der Schutz der Einlagen.

Mit dem neuen Privatkonto erweitert SumUp sein Geschäftsmodell deutlich und tritt künftig in Konkurrenz zu etablierten Direktbanken und Neobanken. Der Markt für digitale Girokonten wächst seit Jahren kontinuierlich, da immer mehr Menschen ihre Bankgeschäfte vollständig über das Smartphone erledigen möchten. Ob sich SumUp dauerhaft gegen die starke Konkurrenz behaupten kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Fest steht jedoch: Das neue Konto bietet moderne Funktionen und attraktive Zusatzleistungen, unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von klassischen Girokonten. Wer das Angebot nutzen möchte, sollte deshalb nicht nur auf Cashback und kostenlose Kontoführung achten, sondern auch den fehlenden gesetzlichen Einlagenschutz in seine Entscheidung einbeziehen.

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