Die Schweiz hat geliefert. Ohne großes Spektakel, aber mit genau der Mischung aus Effizienz, Disziplin und Cleverness, die bei einer Weltmeisterschaft den Unterschied macht. Das 2:0 gegen Algerien war am Ende verdient – auch wenn die Partie zunächst alles andere als einfach begann.
Die Algerier kamen mutig aus der Kabine, liefen früh an und machten der Nati das Leben schwer. Doch genau in dieser Druckphase zeigte sich die Klasse der Schweizer. Manzambi tankte sich über die linke Seite bis zur Grundlinie durch, legte mustergültig zurück und Breel Embolo musste den Ball nur noch über die Linie drücken. Eiskalt. Effektiv. Schweizer Fußball in Reinform.
Mit der Führung gewann die Mannschaft zunehmend die Kontrolle. Sie musste nicht glänzen, sondern spielte genau das, was nötig war. Algerien blieb zwar gefährlich und schnupperte kurz vor der Pause am Ausgleich, doch wer seine Chancen nicht nutzt, wird auf diesem Niveau bestraft.
Und wie! Gerade einmal 46 Sekunden nach Wiederbeginn machte Dan Ndoye mit einem trockenen Abschluss ins linke Eck praktisch den Deckel drauf. Ein Wirkungstreffer, von dem sich Algerien nicht mehr erholte.
Danach zeigte die Nati ihre vielleicht größte Stärke: defensive Stabilität. Kaum Fehler, kaum Hektik, kaum echte Chancen für den Gegner. Das war keine Fußball-Gala, sondern ein Auftritt einer Mannschaft, die weiß, wie Turniere funktionieren.
Jetzt wartet das Achtelfinale – und die Schweiz hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie dort nicht nur mitspielen, sondern auch jedem Favoriten das Leben schwer machen kann. Wer die Eidgenossen unterschätzt, könnte bei dieser WM noch eine böse Überraschung erleben.