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Hacker entdecken den Außendienst: Wenn Cyberkriminelle plötzlich an der Rezeption klingeln

MVStudio (CC0), Pixabay

Früher saßen Hacker angeblich in dunklen Kellern, tranken literweise Energydrinks und knackten Firewalls.

Heute scheint das Geschäftsmodell moderner zu sein:

„Hallo, ich bin von der IT. Wo steht hier eigentlich der nächste USB-Anschluss?“

Genau dieses Drehbuch beschäftigt derzeit das FBI. Russische Cyberkriminelle sollen nämlich eine revolutionäre Idee entwickelt haben: Wenn man digital nicht reinkommt, versucht man es eben analog.

Statt komplizierter Schadsoftware gibt es jetzt offenbar den klassischen Hausbesuch.

Für schlappe 500 Dollar werden Helfer angeworben, die sich als IT-Mitarbeiter ausgeben, freundlich lächeln und möglichst unauffällig einen USB-Stick in den Rechner einer Anwaltskanzlei stecken sollen.

Man könnte sagen:

Cybercrime trifft Paketdienst.

In einem Fall rief zunächst ein angeblicher IT-Mitarbeiter an und warnte vor einem gefährlichen Virus. Kurz darauf erschien tatsächlich ein Kollege am Empfang.

Blöd nur, dass der Anwalt sich fragte:

„Moment mal … warum meldet sich unsere eigene IT eigentlich an der Rezeption an?“

Der vermeintliche Administrator entschied sich daraufhin spontan für die Disziplin 100-Meter-Sprint und verließ das Gebäude in persönlicher Bestzeit.

Noch kreativer wurde es in einem anderen Fall.

Während ein falscher FedEx-Mitarbeiter den Anwalt telefonisch vom Schreibtisch weglockte, marschierte der angebliche IT-Techniker mit Smart-Brille durchs Büro und funkte auf Russisch.

Mission Impossible – nur mit deutlich kleinerem Budget.

Die Hacker hatten vermutlich nicht damit gerechnet, dass die Sicherheitssoftware den USB-Stick schneller erkannte als der Besucher den Ausgang.

Die Moral der Geschichte?

Jahrelang hieß es, Cyberkriminalität werde immer digitaler.

Jetzt stellt sich heraus:

Der gefährlichste Hacker trägt vielleicht gar keinen Kapuzenpulli mehr, sondern ein Besucherbadge.

Und während Unternehmen Millionen für Firewalls, KI-Abwehrsysteme und Hightech-Sicherheitssoftware ausgeben, genügt den Kriminellen manchmal ein USB-Stick, ein überzeugendes Lächeln und der berühmteste Satz der IT-Welt:

„Keine Sorge, dauert nur zwei Minuten.“

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