Aus Anlegersicht präsentiert sich der Stiftungsfonds STU im Geschäftsjahr 2025 als sehr defensiv ausgerichteter Fonds mit klarem Schwerpunkt auf Kapitalerhalt, laufenden Erträgen und Risikobegrenzung. Die Wertentwicklung von 2,64 % bei einer niedrigen Jahresvolatilität von 1,88 % unterstreicht den konservativen Charakter des Fonds.
Besonders positiv ist, dass die vorgegebene Wertuntergrenze von 996,21 Euro während des gesamten Jahres nicht unterschritten wurde. Der Anteilwert stieg von 1.072,91 Euro auf 1.088,62 Euro, während gleichzeitig eine Ausschüttung von 18,50 Euro je Anteil vorgesehen ist. Für Anleger mit Fokus auf planbare Erträge, etwa Stiftungen oder konservative Investoren, ist dies ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
Die Vermögensstruktur ist nahezu vollständig rentenorientiert: 98,94 % des Fondsvermögens waren zum Jahresende in verzinslichen Wertpapieren investiert. Aktien spielten nur eine kurzfristige taktische Rolle. Der Einstieg während des Kursrückgangs im April 2025 wurde erfolgreich genutzt und brachte realisierte Kursgewinne von rund 398.623 Euro. Danach wurde das Aktienrisiko vollständig zurückgefahren.
Die Rentenstrategie wirkt vorsichtig und qualitätsorientiert. Die Duration wurde nur leicht von 3,56 auf 3,80 erhöht, das Durchschnittsrating blieb bei AA. Damit bleibt das Portfolio vergleichsweise robust gegenüber Bonitätsrisiken, ist aber weiterhin von Zinsänderungen abhängig. Steigende Marktzinsen könnten die Kurse belasten, während fallende Zinsen unterstützend wirken würden.
Auch die Kostenstruktur ist aus Anlegersicht attraktiv: Die Gesamtkostenquote beträgt nur 0,25 %, es fällt keine erfolgsabhängige Vergütung an. Das ist für einen aktiv gemanagten Fonds positiv zu bewerten.
Kritisch zu sehen ist die starke Konzentration auf Anleihen und Finanzemittenten. Der Fonds ist zwar breit über Länder und Emittenten gestreut, aber sektoral stark von Kreditinstituten und Spezialkreditinstituten geprägt. Zudem verzichtet der Fonds auf eine Benchmark, wodurch Anleger die Managementleistung nur eingeschränkt mit einem Vergleichsindex beurteilen können.
Nachhaltigkeitsseitig bewirbt der Fonds ökologische und soziale Merkmale und weist 25,06 % nachhaltige Investitionen aus. Gleichzeitig sind keine EU-taxonomiekonformen Investitionen enthalten, und die Berücksichtigung der wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen ist kein Bestandteil der Anlagestrategie. Für sehr ESG-orientierte Anleger ist das daher eher solide, aber nicht besonders ambitioniert.
Fazit:
Der Stiftungsfonds STU eignet sich vor allem für sicherheitsorientierte Anleger, die Kapitalerhalt, geringe Schwankungen und regelmäßige Ausschüttungen priorisieren. Die Performance 2025 war solide, die Kosten sind niedrig und das Risikomanagement wirkt konsequent. Größere Renditechancen sind aufgrund der defensiven Rentenlastigkeit jedoch begrenzt.