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UM Strategy Fund 2025: Aktive Strategie mit negativem Ergebnis, hoher US-Aktienquote und deutlichem Mittelabfluss

geralt (CC0), Pixabay

Aus Anlegersicht fällt der Jahresbericht gemischt bis kritisch aus. Der UM Strategy Fund verfolgt zwar einen Absolute-Return-Ansatz mit aktiver Steuerung über Aktien, Optionen, Futures und Währungsinstrumente. Im Berichtsjahr 2025 wurde dieses Ziel jedoch nicht erreicht: Die Anteilklasse R verlor -4,45 %, die Anteilklasse I -3,84 %. Für einen Fonds, der unabhängig vom Marktumfeld absolute Wertsteigerung anstrebt und eine möglichst unterdurchschnittliche Schwankungsbreite erzielen will, ist das ein enttäuschendes Ergebnis.

Auffällig ist die weiterhin hohe Aktienquote von rund 83 % des Fondsvermögens. Damit ist der Fonds trotz Derivateeinsatz stark von der Entwicklung der Aktienmärkte abhängig. Der Schwerpunkt liegt klar auf US-Werten mit rund 66,8 % des Fondsvermögens. Die größten Einzelpositionen sind unter anderem Walt Disney, PayPal, Pfizer, General Mills, Nike, Danaher und LVMH. Positiv ist, dass das Portfolio nicht nur auf Technologie setzt, sondern auch defensivere Bereiche wie Gesundheit und Basiskonsum enthält. Gleichzeitig bleibt das Konzentrationsrisiko USA/USD erheblich.

Ein wesentlicher Belastungsfaktor war das nicht realisierte Ergebnis: Insgesamt standen einem realisierten Gewinn von rund 207.794 EUR nicht realisierte Verluste von rund 1,65 Mio. EUR gegenüber. Das führte zu einem Jahresergebnis von -1,45 Mio. EUR. Der Fonds hat also zwar Handelsgewinne erzielt, wurde aber durch Bewertungsverluste im Bestand deutlich stärker belastet.

Kritisch ist auch der starke Rückgang des Fondsvolumens: Das Fondsvermögen sank von 27,07 Mio. EUR auf 15,25 Mio. EUR. Davon entfielen rund 10,97 Mio. EUR auf Nettomittelabflüsse. Besonders bei der institutionellen Anteilklasse I war der Rückgang stark. Das kann auf Vertrauensverlust, Umschichtungen größerer Anleger oder enttäuschte Performanceerwartungen hindeuten.

Die Kostenstruktur ist ebenfalls relevant. Die Gesamtkostenquote beträgt 2,25 % für die Anteilklasse R und 1,65 % für die Anteilklasse I. Gerade für Privatanleger der R-Klasse ist diese Kostenbelastung hoch, insbesondere wenn gleichzeitig eine negative Jahresperformance erzielt wird. Der Ausgabeaufschlag von derzeit 4 % bei der R-Klasse verschlechtert die Einstiegsperspektive zusätzlich.

Positiv zu bewerten sind die vorhandene Liquidität von rund 17,5 %, die flexible Allokation sowie der professionelle Einsatz von Derivaten zur Absicherung und Renditesteigerung. Die ausgewiesenen Value-at-Risk-Kennzahlen wirken mit einem durchschnittlichen potenziellen Risikobetrag von 2,10 % moderat. Allerdings zeigt die durchschnittliche Hebelwirkung durch Derivate von 2,22, dass die Strategie komplex ist und für Anleger schwerer nachvollziehbare Risiken enthält.

Das Prüfungsurteil von Deloitte ist uneingeschränkt. Aus formaler Sicht gibt es daher keine wesentlichen Beanstandungen. Nachhaltigkeit spielt jedoch keine besondere Rolle: Der Fonds ist ein Artikel-6-Produkt und bewirbt weder ökologische noch soziale Merkmale.

Fazit: Der UM Strategy Fund eignet sich eher für risikobewusste Anleger, die eine aktiv gemanagte, derivative und US-lastige Strategie verstehen und akzeptieren. Für konservative Anleger ist das Profil trotz Absolute-Return-Anspruch nur bedingt überzeugend. Die negative Performance, hohe Kosten der R-Klasse und massiven Mittelabflüsse sind klare Warnsignale. Eine Investition erscheint nur dann plausibel, wenn Anleger dem Management zutrauen, die Bewertungsverluste künftig aufzuholen und die aktive Strategie wieder profitabel umzusetzen.

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