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Mehrwertphasen Balance Plus 2025: Starke Erholung, aber mit hoher Umschichtung und spürbarer Kostenlast

geralt (CC0), Pixabay

Der Jahresbericht zeigt aus Anlegersicht ein insgesamt positives, aber nicht risikofreies Bild. Der Fonds konnte das Geschäftsjahr 2025 nach einem deutlichen zwischenzeitlichen Rückgang erfolgreich abschließen: Die Anteilklasse AK IA erzielte +14,28 %, die AK RA +13,34 %. Besonders bemerkenswert ist, dass der Anteilpreis bis zum 8. April zunächst um 10,52 % gefallen war, danach aber acht Monate lang eine positive Entwicklung folgte.

Positiv zu bewerten ist die aktive Steuerung des Portfolios. Das Management reduzierte das strategische Basis-Portfolio deutlich von 45,34 % auf 24,47 % und erhöhte zugleich die Flexibilität. Per Jahresende lag die Cashquote bei 21,55 %, was zunächst defensiv wirkt. Allerdings erklärt der Bericht, dass diese Liquidität vor allem für bereits beschlossene Käufe im Options-Fonds-Portfolio vorgesehen war. Für Anleger bedeutet das: Die hohe Kasse war eher eine Übergangsposition als ein dauerhaft defensives Signal.

Ein wichtiger Performancebeitrag kam aus dem taktischen Opportunitäts-Portfolio, insbesondere aus Gold- und Goldminenfonds. Gleichzeitig wurden Trends wie digitale Themen, Indien, Small Caps, Smart Power und Verteidigung teilweise oder vollständig verkauft. Neu aufgenommen wurden unter anderem China-Technologie, Quantum Computing sowie strategische Metalle und seltene Erden. Das zeigt eine sehr aktive, themenorientierte Steuerung, erhöht aber auch das Timing-Risiko.

Risikoseitig bleibt der Fonds komplex. Er investiert ausschließlich in Zielfonds, wodurch Anleger indirekt Markt-, Währungs-, Zins-, Liquiditäts- und Ausfallrisiken tragen. Zusätzlich wurden Short- und Double-Short-ETFs auf DAX, S&P 500 und EuroStoxx 50 eingesetzt. Diese dienen laut Bericht vor allem der Glättung der Wertentwicklung, können bei steigenden Märkten aber auch belasten.

Kritisch zu sehen sind die Kosten. Die TER beträgt 1,88 % für AK IA und 2,71 % für AK RA. Besonders die AK RA ist damit relativ teuer. Hinzu kommt, dass die Zielfonds selbst ebenfalls Verwaltungsvergütungen tragen. Für Anleger muss die aktive Strategie also dauerhaft einen deutlichen Mehrwert liefern, um diese Kosten zu rechtfertigen.

Auch die Mittelbewegungen verdienen Beachtung: In beiden Anteilklassen gab es Nettoabflüsse. Bei AK IA flossen netto rund 123.590 EUR ab, bei AK RA rund 1,04 Mio. EUR. Trotzdem stieg das Gesamtfondsvermögen auf 15,23 Mio. EUR, getragen durch das positive Anlageergebnis.

Fazit: Der Fonds hat 2025 überzeugend performt und seine Verlustphase deutlich aufgeholt. Für risikobewusste Anleger kann das Konzept interessant sein, weil es aktiv zwischen Basisanlagen, Opportunitäten, Absicherungen und Optionsstrategien steuert. Gleichzeitig sollten Anleger die hohe Komplexität, die starke Umschlagshäufigkeit, die Kostenbelastung und die Abhängigkeit vom Timing des Managements kritisch im Blick behalten. Die günstigere Anteilklasse AK IA erscheint aus Kostensicht deutlich attraktiver als AK RA.

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  1. Es ist falsch, darzustellen, dass zu den ausgewiesenen Kosten noch die Kosten der Zielfonds hinzukommen. Diese sind nämlich in den Kosten des Mehrwertphasen Balance Plus bereits enthalten.

    Die Dachfonds-Konstruktion bietet aber auch einen gewaltigen Vorteil, denn es können für alle Themen, Länder oder Regionen die jeweils am besten geeigneten Fondsmanager unter einem Dach vereint werden. Zudem fällt auf Gewinne der Zielfondsverkäufe die Abgeltungssteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag) nicht sofort an. So belief sich im Jahr 2025 der Saldo aus Gewinnen und Verlusten bei Zielfondsverkäufen auf 7,7% des durchschnittlichen Fondsvolumens. Für den Fonds wurde jedoch nur eine Ausschüttung in Höhe des steuerlichen Basis-Ertrages vorgenommen. Die Abgeltungssteuer auf die Differenz kann so im Rahmen des Fonds für den Anleger weiter Erträge erzielen (natürlich fällt die Abgeltungssteuer bei einem späteren Verkauf der Fondsanteile dann doch an – bei langfristigen Anlegern jedoch viel später).

    Klar ist, dass es sich bei dem Beitrag nicht um eine Fondsanalyse, sondern um eine Analyse des Jahresberichtes handelt. Hier darf kein Vergleich mit anderen Fonds erfolgen. Erwähnenswert wäre jedoch, dass der Mehrwertphasen Balance Plus in 2025 trotz der naturgemäß höheren Kosten eine mehr als doppelt so Performance abgeliefert hat wie bspw. der Flossbach von Storch Multiple Opportunities, der DJE Zins & Dividende, der DC Value Global Balanced, der ACATIS Value Event oder der DWS CONCEPT Kaldemorgen. Dabei lag die Netto-Aktienquote stets – und teilweise deutlich – unter der der hier beispielhaft genannten Fonds. Achtung: Es ist nicht das Ziel des Mehrwertphasen Balance Plus, die genannten – und andere – Fonds dauerhaft zu schlagen. Es soll nur verdeutlicht werden, dass für die höheren Kosten ein profunder Gegenwert geboten wird.

    Weitere Informationen finden Berater und (semi-)institutionelle Anleger über die Website mbplus.info.

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